Sorry We're Closed ist ein Singleplayer-Survival-Horror-Titel, der feststehende Kameraperspektiven mit arcade-ähnlichen Schießmechaniken verbindet. Spieler begleiten Michelle auf ihrer Suche, einen Fluch in einem Londoner Viertel zu brechen, und wechseln dabei zwischen der normalen Welt und einer Dämonenwelt.
Gameplay
Das Spielprinzip wechselt zwischen Erkundung und Kämpfen. Bei der Erkundung nutzt das Spiel klassische Third-Person-Kameraeinstellungen, die an alte Survival-Horror-Spiele erinnern. Über Dialogentscheidungen lassen sich Beziehungen zu den Anwohnern und der Handlungsverlauf beeinflussen. Ressourcenmanagement bedeutet, Gesundheit und Munition im Blick zu behalten und nützliche Gegenstände zu sammeln.
Beim Zielen wechselt die Perspektive in die First-Person-Ansicht. Zur Verfügung stehen eine Axt für Nahkämpfe, eine Pistole und eine Schrotflinte. Die Fähigkeit „Third Eye" markiert Schwachstellen der Gegner als Herzen, betäubt sie kurzzeitig und hilft bei Rätseln, indem sie verborgene Elemente zwischen den Welten sichtbar macht. Treffer auf Schwachstellen laden die Heartbreaker-Attacke auf, die besonders gegen normale Gegner und Bosse wirksam ist. Das Inventar bleibt übersichtlich und fordert einen sparsamen Umgang mit begrenzten Vorräten in der Dämonenwelt.
Spielmodi
Im Mittelpunkt steht eine lineare, aber verzweigte Einzelspieler-Kampagne, die sich über mehrere Nächte erstreckt. Jede Nacht beginnt mit Erkundung und Gesprächen, bevor es zu kämpferischen Abschnitten mit Dämonen, Rätseln und Bossgegnern geht. Dialogentscheidungen führen zu unterschiedlichen Verläufen und einem von mehreren möglichen Enden.
Spätere Updates haben New Game+ mit übernommenen Upgrades und Sammlerstücken sowie einen Time-Attack-Modus für schnelle Durchläufe hinzugefügt. Schwierigkeitsstufen und Barrierefreiheitsoptionen, darunter umbelegbare Steuerung, erweitern die Möglichkeiten, ohne die Einzelspieler-Struktur zu verändern.
Handlung und Atmosphäre
Michelle muss sich mit dem Fluch eines Erz-Dämons auseinandersetzen und trifft auf eine Reihe exzentrischer Bewohner, die jeweils mit eigenen Problemen kämpfen. Die Geschichte dreht sich um Engel, Dämonen und deren Überschneidungen, wobei Entscheidungen sowohl Michelle als auch die Nebenfiguren beeinflussen. Feststehende Kamerasequenzen und stimmungsvolle Umgebungen erzeugen Spannung beim Wechsel zwischen der Wohnstraße und der gefährlichen Dämonenwelt.
Das Third Eye dient zugleich als erzählerisches und spielerisches Werkzeug, mit dem geheime Identitäten und verborgene Details aufgedeckt werden können.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel richtet sich an Fans von retro-inspiriertem Survival-Horror mit entscheidungsbasierter Erzählung und präzisen Zielmechaniken. Eine Kampagne dauert je nach Erkundungstiefe und angestrebtem Ende zwischen sieben und vierzehn Stunden. Viele Spieler loben den unverwechselbaren visuellen Stil, die Charakterdarstellung und die Einbindung des Third Eye in Rätsel und Kämpfe.
Regelmäßige Updates liefern neue Modi und Sprachoptionen und sorgen so für Zugänglichkeit und hohen Wiederspielwert. Wer narrative Einzelspieler-Erfahrungen mit leichten Ressourcen- und Boss-Elementen sucht, wird hier gut bedient, während reine Action- oder Multiplayer-Fans eher andere Titel in Betracht ziehen sollten.