Stories: The Path of Destinies ist ein Singleplayer-Action-RPG mit verzweigtem Handlungsverlauf, der in einer Märchenwelt aus schwebenden Inseln und Luftschiffen spielt. Spieler übernehmen die Rolle von Reynardo, einem ehemaligen Piraten, der sich plötzlich als Verteidiger gegen einen Kaiser und dessen Rabenarmee wiederfindet. Entscheidungen formen die Geschichte, während schnelles Kampfsystem und Fortschrittsmechaniken zum Ausprobieren und erneuten Durchspielen einladen.
Gameplay
Im Kampf kombiniert man akrobatische Schwertangriffe, Grifftechniken und Spezialfähigkeiten, die über einen Skillbaum freigeschaltet werden. Frühe Fähigkeiten konzentrieren sich auf grundlegende Angriffe und Bewegung, später erweitern Tools wie der Hookshot für Erkundung und Time Mastery zum Zurückspulen von Fehlern das Repertoire. Schwerter lassen sich mit gesammelten Ressourcen magisch aufrüsten und verändern so Schaden und Effekte im Gefecht. Begegnungen wechseln zwischen direkten Kämpfen und Umgebungselementen, ohne auf komplizierte Kombos angewiesen zu sein.
Fortschritt ist eng an die Entscheidungen im Spiel geknüpft. Jede Wahl eröffnet neue Wege, manche heiter, andere düster. Ein Storybook-Interface zeigt abgeschlossene Pfade und verbleibende Möglichkeiten an. Dank Zeitmanipulation können Spieler frühere Momente erneut erleben, alternative Ausgänge testen und verschiedene Enden anstreben, ohne von vorne beginnen zu müssen. Dieses System motiviert dazu, die Geschichte mehrmals zu durchlaufen und alle Varianten des Konflikts zu entdecken.
Game Modes
Das Spiel ist ausschließlich für den Einzelspieler ausgelegt. Die Struktur besteht aus einer fortlaufenden Kampagne, die durch wiederholte Durchläufe mit unterschiedlichen Handlungssträngen erkundet wird. Es gibt weder kompetitive noch kooperative Modi. Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf dem erneuten Spielen innerhalb desselben Rahmens: Jeder Durchlauf enthüllt neue Dialoge, Ereignisse und Schlüsse, die auf den getroffenen Entscheidungen basieren. Der Erzähler passt seine Kommentare an die jeweilige Abfolge der Wahl an.
Narrative Structure
Entscheidungen beeinflussen nicht nur das Ende, sondern auch Ton und Inhalt einzelner Szenen. Leichte Abenteuerpassagen können plötzlich in angespannte, unheimliche Sequenzen umschlagen. Manche Waffen oder Verbündete stehen erst nach bestimmten Opfern oder Allianzen zur Verfügung. Anstelle linearer Checkpoints bietet das Spiel ein Netz an Möglichkeiten, das Spieler durch Ausprobieren und die Rückspul-Funktion erkunden. Der Fokus liegt auf Konsequenzen und Entdeckung statt auf einer festen Handlung.
Is It Worth Playing?
Die Steam-Bewertungen fallen mit 87 Prozent positiv aus, basierend auf knapp zweitausend Nutzerstimmen. Das Spiel richtet sich an Fans von actionreichen RPG-Kämpfen, die mit bedeutsamen Entscheidungen und der Möglichkeit, alternative Verläufe zu erleben, kombiniert werden. Das 2018er Update auf Unreal Engine 4.18 verbesserte Grafik und Performance, die auch auf aktueller Hardware noch überzeugen. Die geringe Spielerzahl spiegelt das Alter der 2016er Veröffentlichung wider, doch das Spiel bleibt für alle erhältlich, die eine kompakte, entscheidungsbasierte Adventure-Erfahrung ohne saisonale Inhalte oder Multiplayer-Anforderungen suchen. Wer eine märchenhafte Ästhetik, eine dynamische, auf Entscheidungen reagierende Soundkulisse und schwertkampforientiertes Gameplay schätzt, wird über mehrere Stunden hinweg belohnt.