Streets of Red: Devil's Dare Deluxe ist ein actionlastiges Indie-Beat-'em-up, das klassische Arcade-Mechaniken mit Horror-Elementen verbindet. Spieler kämpfen sich durch Wellen untoter Gegner in einem Permadeath-System, bei dem verbrauchte Continues echte Konsequenzen haben. Das Spiel setzt auf lokales Koop-Mehrspielerspiel ebenso wie auf Solo-Runs, wobei schnelle Entscheidungen und Ressourcenmanagement wichtiger sind als komplexe Kombos.
Gameplay
Im Kampf geht es um Basisangriffe, Spezialfähigkeiten und die richtige Positionierung gegen Monsterhorden. Jede Spielfigur bringt eigene Fähigkeiten mit, die Reichweite oder Crowd-Control-Optionen verändern. Kills bringen Geld, das für temporäre Upgrades oder dauerhafte Verbesserungen von Werten und Fertigkeiten ausgegeben werden kann. Das System wirkt anfangs simpel, gewinnt aber durch Timing und Gegnerverhalten an Tiefe, das unvorsichtiges Spiel bestraft.
Permadeath bildet den Kern des Spielzyklus. Stirbt ein Spieler, endet der Run, es sei denn, genug Geld wurde gespart, um ein Revive zu kaufen. Das erinnert an alte Arcade-Automaten, bei denen Münzen über das Überleben entschieden. Die Schwierigkeit passt sich automatisch an die Spielerzahl an, sodass Solo-Sessions angespannt und Gruppenspiele chaotisch bleiben, ohne manuelle Einstellungen. Die Level bieten verzweigte Wege zu unterschiedlichen Boss-Kämpfen und laden so zu Wiederholungen mit alternativen Enden und Gegnerkonstellationen ein.
Spielmodi
Das lokale Koop-Modus unterstützt bis zu vier Spieler auf einem Bildschirm, die gemeinsam einen Run bestreiten. Der Einzelspieler-Modus verzichtet auf den geteilten Screen, behält aber den vollen Fortschritt und die Herausforderung bei. Der Survival-Modus ersetzt feste Routen durch endlose Wellen, die zunächst überschaubar bleiben und dann schnell ansteigen - ein Test, wie weit ein Team oder Solo-Spieler kommt, bevor die Ressourcen ausgehen.
Die verzweigte Levelauswahl sorgt für Abwechslung zwischen den Runs. Unterschiedliche Pfade führen zu verschiedenen Boss-Kämpfen, sodass keine zwei Durchgänge exakt gleich verlaufen. Der durch Updates wachsende Level-Pool hält ältere Routen frisch, besonders in Kombination mit neuen Charakter-Builds.
Charaktere und Fortschritt
Sechs spielbare Charaktere starten mit einzigartigen Skill-Sets, die Kampfstil und Upgrade-Pfade beeinflussen. Einer setzt auf Flächenschaden, ein anderer auf Mobilität oder defensive Fähigkeiten. Mit verdienten Credits gekaufte Upgrades übertragen sich begrenzt zwischen Versuchen, doch durch Permadeath beginnt jeder vollständige Run von vorne, sobald die Leben aufgebraucht sind.
Der Fortschritt basiert darauf, Gegnerverhalten zu erkennen und Cash-Flow zu optimieren. Kluges Ausgeben von Credits für Revives oder permanente Boni trennt erfolgreiche Runs von schnellen Niederlagen. Die retro-inspirierten Steuerungselemente machen die Grundlagen zugänglich, während Upgrade-Bäume und Routenwahl Experimente über mehrere Sitzungen belohnen.
Lohnt es sich?
Die Steam-Bewertungen liegen bei 79 Prozent positiv aus 149 Bewertungen, wobei vor allem der Wiederspielwert und der Koop-Spaß gelobt werden. Das Spiel richtet sich an Spieler, die kurze, intensive Arcade-Action mit Horror-Einschlag bevorzugen statt lange Story-Kampagnen. Lokales Koop-Mehrspielerspiel glänzt, wenn Gruppen verschiedene Charakterkombinationen und Routen ausprobieren, während Solo-Runs jene ansprechen, die Systeme durch wiederholtes Scheitern und Anpassung meistern wollen.
Die Verfügbarkeit auf dem PC macht das Spiel für Beat-'em-up-Fans zugänglich, die Permadeath-Spannung ohne moderne Live-Service-Elemente schätzen. Das unkomplizierte Kampfsystem und die Cash-Wirtschaft bieten eine konstante Herausforderung, die sich über viele Durchgänge hält - besonders durch die verzweigten Boss-Kämpfe und den Survival-Modus. Wer eine unkomplizierte Koop-Erfahrung mit klaren Risiko-Rendite-Mechaniken sucht, wird den Kernloop als lohnend empfinden.