SULFUR ist ein Singleplayer-FPS-Roguelite, der Extraction-Shooter-Mechaniken mit umfangreicher Anpassung und Ressourcenmanagement verbindet. Spieler übernehmen die Rolle eines Charakters, der sich durch eine korrupte Welt voller dunkler Kreaturen bewegt, mit Feuerwaffen und Werkzeugen prozedurale Durchläufe übersteht und dabei die Geschichte einer Hexe und einer abgebrannten Kirche erforscht. Planung, Risikobewertung und die Anpassung der Ausrüstung über mehrere Versuche hinweg stehen im Mittelpunkt, wobei jeder Erfolg oder Misserfolg die Herausforderung steigert.
Gameplay
Im Zentrum steht das Absteigen in miteinander verbundene Höhlensysteme sowie Orte wie Kanalisationen und Gilden-Außenposten. Der Kampf setzt auf direktes, charakterstarkes Gunplay, bei dem Munitionsknappheit präzises Schießen und das Absuchen der Umgebung erzwingt. Während eines Runs sammeln Spieler Beute wie Waffenteile, Verzauberungen und Verbrauchsgegenstände, entscheiden dann, ob sie tiefer vordringen oder sichern, um Verluste beim Tod zu vermeiden.
Strategische Tiefe entsteht durch Ressourcen-Systeme. Mit einem Kochmechanik lassen sich Zutaten zu Mahlzeiten verarbeiten, die temporäre Boni oder Heilung bieten - dabei gilt es, Inventarplatz zu verwalten und Rezepte aus der Umgebung oder von NPCs zu erproben. Waffen lassen sich durch Anbauteile, Öle für Multiplikatoren und Verzauberungsrollen individuell anpassen, sodass sowohl aggressive Nahkämpfer als auch bedachte Fernkämpfer unterstützt werden. Haltbarkeit und Reparaturbedarf verstärken den Risk-Reward-Kreislauf, da Ausrüstung bei einem gescheiterten Run verloren gehen kann.
Fortschritt wird über ein Amulett-System gesteuert, das als Checkpoint dient und zugleich Orientierung oder Machtverbesserungen liefert. Begegnungen mit seltsamen Kreaturen und NPCs liefern Warnungen, Tauschmöglichkeiten oder Hinweise, ohne den Weg vorzugeben. Aktuelle Updates haben Speicherstände und roguelite Schwierigkeitsoptionen pro Speicherstand eingeführt, sodass Spieler den Schwierigkeitsgrad anpassen können, während permanente Freischaltungen durch Waffenopfer bei der Figur Telia erhalten bleiben.
Spielmodi
Das Kernspiel dreht sich um runbasierte Extraction-Versuche durch prozedural generierte Gebiete. Jeder Versuch umfasst mehrere Abschnitte, das Sammeln von Ressourcen und die sichere Rückkehr, um Meta-Fortschritt aufzubauen. Diese Struktur fördert wiederholtes Spielen, während Spieler Strategien verfeinern und neue Kombinationen erproben.
Patches haben Endless-Elemente hinzugefügt, bei denen verbannte Karten oder andere Modifikatoren über Sitzungen hinweg bestehen bleiben und längere Runs ermöglichen. Separate kompetitive oder kooperative Modi gibt es derzeit nicht, sodass der Fokus auf dem alleinigen Vordringen in die korrupten Tiefen mit variablen Schwierigkeitsstufen je Speicherstand liegt.
Exploration and Atmosphere
Die Welt erstreckt sich über unheimliche Höhlen, stinkende Kanalisationen, Black-Guild-Hütten und Burgruinen, jede mit eigener Atmosphäre des Verfalls und verborgener Gefahr. Prozedurale Generierung sorgt für wechselnde Layouts zwischen den Runs, während feste Elemente wie Lore-Fragmente und seltene Schätze gründliches Suchen belohnen. Die Stimmung entsteht durch Umgebungs-Storytelling statt direkter Erzählung - Details wie blutbefleckte Kragen oder Ozean-Motive deuten auf größere Ereignisse hin, ohne alle Geheimnisse sofort aufzulösen.
Verstreute NPCs liefern Kontext durch Dialoge, die von abweisend bis informativ reichen und das Verständnis von Fraktionen und dem zentralen Konflikt prägen. Aufmerksamkeit für diese Gespräche kann Abkürzungen oder Warnungen vor drohenden Gefahren offenbaren und narrative Entdeckung direkt in die Überlebensschleife einbinden.
Progression and Customization
Meta-Fortschritt ergibt sich aus permanenten Freischaltungen, die durch das Opfern hochstufiger Waffen erworben werden und den dauerhaften Zugriff auf bevorzugte Ausrüstung ermöglichen. Dieses System belohnt kontinuierliches Spielen und lässt gleichzeitig Flexibilität bei Builds zu. Die Vielfalt an Verzauberungen und Anbauteilen unterstützt sowohl risikofreudige als auch methodische Spielweisen, während Munitionslimits und Reparaturmechaniken eine Abhängigkeit von einzelnen Setups verhindern.
Essenszubereitung und Inventarverwaltung fügen eine weitere Ebene hinzu, da Spieler kurzfristige Überlebensbedürfnisse gegen langfristige Boni abwägen. Updates haben diese Systeme zusammen mit Performance-Verbesserungen und neuen Animationen für Waffen und Gegner überarbeitet und halten so die Entwicklung in der Early-Access-Phase aufrecht.
Lohnt es sich?
SULFUR spricht vor allem Spieler an, die anspruchsvolle Roguelite-Schleifen mit haptischem FPS-Kampf und umfangreicher Anpassung kombinieren möchten. Der Kernloop aus Plündern, Modifizieren und Extrahieren bietet hohen Wiederspielwert durch prozedurale Vielfalt und Build-Experimente. Die aktive Entwicklung setzt sich mit häufigen Patches fort, die Balance-Anpassungen, neue Features wie Speicherstände und Schwierigkeitsoptionen sowie erweiterte Waffenoptionen bringen.
Das Feedback hebt das befriedigende Gunplay, die einnehmenden Ressourcen-Systeme und das atmosphärische Weltdesign hervor, während einige die Strenge der Runs und die Anforderungen an die Inventarverwaltung als mögliche Hürden sehen. Wer mit Trial-and-Error-Fortschritt und Ressourcenknappheit umgehen kann, findet hier substanzielle Tiefe - besonders da Updates das Erlebnis kontinuierlich verbessern. Das Spiel bleibt in Early Access mit laufender Unterstützung und eignet sich daher für Spieler, die bereit sind, sich auf ein sich entwickelndes Spiel einzulassen.