Survivalist ist ein Open-World-RPG im Postapokalypse-Setting, in dem Spieler Joe Wheeler übernehmen - einen ehemaligen Hedgefonds-Manager, der ein Jahr nach dem Zusammenbruch der Zivilisation seinen Bunker verlässt. Das Spiel legt den Schwerpunkt auf freie Entscheidungen beim Wiederaufbau einer Gemeinschaft, während Ressourcen knapp sind und schnelle Zombies sowie feindliche Überlebende ständig bedrohen. Die Handlung entwickelt sich durch ein dialogbasiertes System, in dem Charaktere vergangene Handlungen erinnern und ihre Einstellung entsprechend anpassen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Beschaffen von Vorräten, der Anbau von Nahrung, Handel mit anderen Überlebenden und das Lösen von Quests, bei denen moralische Entscheidungen eine Rolle spielen. Spieler rekrutieren Anhänger, um eine Gemeinschaft aufzubauen, und können jederzeit zwischen direkter Steuerung einzelner Charaktere und Echtzeit-Strategie-Befehlen für die ganze Gruppe wechseln. Kämpfe erfordern ein sorgfältiges Ressourcenmanagement, da Zombies schnell sind und oft nur durch Kombination von Waffen, Fallen und taktischem Einsatz von Anhängern überlebt werden kann. Erkundung deckt dunkle Geheimnisse auf, die die Geschichte beeinflussen, und verbindet Action-RPG-Elemente mit Simulation-Aspekten wie Basisbau und zwischenmenschlichem Management.
Charaktere reagieren dynamisch auf Entscheidungen und eröffnen verzweigte Handlungsstränge, die durchdachtes Vorgehen belohnen. Sammel- und Questaktivitäten dienen dem übergeordneten Ziel, Ansehen zu gewinnen und die Siedlung auszubauen - mit Konsequenzen, die Allianzen, Konflikte oder Isolation nach sich ziehen können.
Spielmodi
Survivalist ist ein reines Singleplayer-Erlebnis in einer durchgehenden offenen Welt, in der Spieler ihr eigenes Tempo und ihre Prioritäten bestimmen. Verschiedene Herangehensweisen werden unterstützt, von aggressiver Expansion durch Kriegsführung bis hin zu vorsichtiger Diplomatie und Ressourcenmanagement. Es gibt keine separaten Multiplayer-Modi, sodass der Fokus auf persönlichen Entscheidungen und deren Auswirkungen auf Gemeinschaft und Geschichte liegt.
Gemeinschaft und Fortschritt
Der Aufbau einer funktionsfähigen Siedlung erfordert die Balance zwischen kurzfristigen Überlebensbedürfnissen und langfristiger Planung. Anhänger bringen Fähigkeiten in Kampf, Handwerk und Landwirtschaft ein, während das Dialogsystem den Ruf verfolgt und neue Quests freischaltet oder Rivalitäten auslöst. Moralische Entscheidungen können Bindungen stärken oder interne Konflikte hervorrufen und erhöhen so die strategische Tiefe beim Führen einer Gruppe in einer feindlichen Umgebung.
Fortschritt ergibt sich direkt aus diesen Interaktionen: Stärkere Gemeinschaften ermöglichen bessere Verteidigung und Erkundungsmöglichkeiten. Das Spiel verzichtet auf lineare Ziele und lässt stattdessen Spieler Geheimnisse aufdecken und Konflikte auf ihre bevorzugte Weise lösen.
Lohnt sich das Spiel?
Survivalist erhält auf seiner Hauptplattform eine „Sehr positiv"-Bewertung mit 81 Prozent positiver Stimmen aus über 1.300 Rezensionen. Das Spiel richtet sich an Spieler, die narrative Entscheidungsfreiheit mit leichten Echtzeit-Strategie-Elementen in einem Zombie-Survival-Setting kombinieren möchten. Die Veröffentlichung aus dem Jahr 2015 bedeutet, dass keine weiteren Updates oder saisonalen Inhalte erscheinen, doch das in sich abgeschlossene Erlebnis bleibt für Interessierte erhalten. Ein Nachfolger mit dem Titel Survivalist: Invisible Strain erweitert ähnliche Konzepte für alle, die neuere Entwicklungen der Reihe suchen.