Tails of Iron ist ein Einzelspieler-Action-Adventure-RPG in einer düsteren mittelalterlichen Fantasy-Welt, die von Ratten beherrscht wird. Spieler übernehmen die Rolle von Redgi, dem Thronerben, und kämpfen in einer Kampagne, die Erkundung, Ressourcensammeln und anspruchsvolle Kämpfe gegen den einfallenden Frosch-Clan verbindet.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Durchqueren eines in sechs Biomes unterteilten Königreichs voller versteckter Wege und Geheimnisse. Dabei gilt es, gefährliche Gebiete zu durchqueren und Zutaten für Mahlzeiten sowie Baupläne für Ausrüstung zu sammeln. Das Kampfsystem orientiert sich am Souls-Genre: Gegnerverhalten muss beobachtet und mit gezielten Aktionen wie Ausweichrollen, Parierschlägen und Hinrichtungen beantwortet werden. Redgi kann zwischen verschiedenen Waffen wählen - Äxte für schwere Hiebe, Speere für schnelle Angriffe oder Breitschwerter für ausgewogene Leistung - und Rüstungen, die Schutz gegen Beweglichkeit abwägen. Ein Bogen ergänzt die Nahkämpfe um Fernangriffe. Auf ausgewählten Missionen unterstützen Gefährten, während Nebenquests zusätzliche Ressourcen bieten. In der Festung kümmern sich Brüder um die Zubereitung heilender Rezepte und die Schmiede neuer Ausrüstung aus gefundenen Bauplänen. Ein Maulwurfmobil dient als Fortbewegungsmittel für bestimmte Reisen.
Spielmodi
Das Spiel konzentriert sich auf eine Einzelspielerkampagne ohne Mehrspieler-Optionen. Der Fortschritt erfolgt über die Hauptquest gegen den Frosch-Clan und dessen Anführer Greenwart sowie optionale Inhalte wie Fraktionsjagden und begleitete Aufgaben. Alle Aktivitäten stehen im Dienst der zentralen Geschichte der Reichsrettung; separate Wettbewerbs- oder Koop-Modi gibt es nicht.
Handlung und Gefährten
Eine tiefe, raue Erzählstimme von Doug Cockle begleitet Redgis Kampf um den Thron gegen den gnadenlosen Frosch-Clan. Die Geschichte dreht sich um Überwindung von Angst und Rettung von Familienmitgliedern in einer kriegszerstörten Welt. Einzigartige Gefährten begleiten den Weg und bringen Persönlichkeit in das Rattenreich. Nebenquests erweitern die Welt durch lokale Fraktionen und liefern zusätzliches Gold und Gegenstände, ohne die Hauptgeschichte zu verändern.
Grafik und Präsentation
Das Spiel präsentiert sich in einem handgezeichneten 2D-Stil, der eine trügerisch anmutige, doch gefährliche Umgebung zeigt. Detaillierte Animationen lassen Kämpfe und Erkundung in den verschiedenen Biomen lebendig wirken. Das Sounddesign unterstreicht die Atmosphäre, wobei die markante Sprachausgabe zentrale Momente und den düsteren Ton des bedrohten Rattenreichs verstärkt.
Lohnt sich das Spiel?
Tails of Iron richtet sich an Spieler, die anspruchsvolle Einzelspieler-Action-Adventures mit bedachtem Kampfsystem und Erkundungselementen suchen. Die Souls-ähnlichen Mechaniken belohnen Geduld und Mustererkennung bei Kämpfen gegen normale Gegner und überdimensionale Boss-Amphibien des Frosch-Clans. Handwerk und Kochen sind fest in den Fortschritt eingebunden und fördern gründliche Suche nach Bauplänen und Zutaten. Wer handgezeichnete Grafik und eine fokussierte, stimmungsstark erzählte Geschichte schätzt, findet eine geschlossene und mitreißende Kampagne. Das Fehlen von Mehrspieler-Modi legt den Fokus auf persönliches Können und Story-Abschluss. Die PC-Version unterstützt Controller-Eingaben für präzises Timing in Kämpfen.