„The Sunless Throne" ist ein Strategie-Rollenspiel-Simulationsspiel für den PC, in dem Spieler eine Abenteurergilde anstelle eines einzelnen Protagonisten führen. Die Toten erwachen, als ein uraltes Glockengeläut Gefahr aus den Tiefen hinter fünf versiegelten Toren ankündigt. Das Kommando übernimmt eine gestrandete Expeditionsgilde, die unerfahrene Abenteurer anwirbt, um die erwachende Bedrohung in den Katakomben zu jagen. Jeder erfolgreiche Rückzug stärkt die Gilde für tiefere Vorstöße durch überflutete Grüfte, hallende Minen, ein nebelverhangenes Labyrinth, Glutlabyrinthe und einen gefrorenen Abgrund.
Gameplay
Expeditionen bilden den zentralen Spielablauf. Das Spielbrett zeigt Dungeons mit unterschiedlichen Risiken und Belohnungen. Spieler stellen eine Gruppe zusammen und navigieren ein prozedural generiertes Top-Down-Raster. Begrenzte Ausdauerpunkte, steigende Gefahren und der Rückweg bestimmen jede Entscheidung. Das Erreichen des Ausgangs allein beendet die Expedition nicht. Eine Eliteeinheit bewacht den letzten Weg, und erst deren Niederlage sichert den Erfolg. Wer weiter vordringt, erhält bessere Beute, kann aber jederzeit den Rückzug antreten, solange die Gruppe noch genug Kraft für den Heimweg hat.
Die Kämpfe folgen dem klassischen reihenbasierten, rundenbasierten System. Vor jeder Aktion prüfen Spieler Formation, Zugreihenfolge, verbleibende Ausdauer und die Rollen der Gegner. Wächter sichern die vordere Linie, Schadensverursacher nutzen Lücken, Heiler versorgen die hinteren Reihen und Kontrolleure stören die gegnerischen Pläne. Über siebzig Monster bevölkern sechs Regionen und achtzehn Expeditionsorte. Gewöhnliche Feinde zehren stetig an den Ressourcen, während Elitegegner und Tor-Bosse selbst erfahrene Gruppen an ihre Grenzen bringen.
Die Charakterentwicklung setzt auf Vielfalt. Hunderte Fertigkeiten und Ausrüstungsoptionen ermöglichen unterschiedliche Builds über verschiedene Klassen und Kampfspezialisierungen hinweg. Dungeon-Eigenschaften verändern Risiko und Ertrag. Temporäre Fähigkeits- und Ausrüstungsentwürfe während einer Expedition ergänzen dauerhafte Gildenverbesserungen. Mehrere Gruppen können gleichzeitig aktiv sein, da Helden nach jeder Expedition Zeit zur Erholung brauchen. Zweit- und Drittteams übernehmen Aufgaben, während Veteranen sich ausruhen, sodass das Aufgebot flexibel auf die Anforderungen des nächsten Dungeons reagieren kann.
Spielmodi
Zwei unterschiedliche Modi prägen das Langzeitspiel. Im Standard-Modus steht das Verwalten der Mannschaft ohne dauerhaften Verlust im Mittelpunkt. Gefallene Abenteurer kehren nach der Genesung zurück und ermöglichen ein stetiges Wachstum der Gilde durch wiederholte Expeditionen. Der Hard-Modus führt den permanenten Tod ein. Jeder gefallene Abenteurer ist endgültig verloren, was jede Entscheidung folgenreicher macht und eine sorgfältige Rotation der Teams erfordert.
Beide Modi teilen die gleiche Expeditionsstruktur und das gleiche Kampfsystem. Der Unterschied liegt darin, wie Verluste die Planung beeinflussen. Der Standard-Modus belohnt Experimente mit Aufstellungen und Builds. Der Hard-Modus verlangt eine strengere Ressourcenverwaltung und ein tieferes Verständnis der Gegnermuster in allen Regionen.
Handlung und Fortschritt
Vollbild-Handlungsszenen enthüllen Aufzeichnungen eines untergegangenen Königreichs, sobald jedes Tor bricht. Der Abstieg legt Fragmente der Vergangenheit frei, während die Siegel um den Thron schwächer werden. Die Macht in der Tiefe erwacht mit jedem Sieg, und die Gilde muss mehrere Teams vorbereiten, um sich dem Erwachenden zu stellen. Kein einzelner Held trägt die Geschichte. Die kollektive Stärke aus wiederholten Expeditionen bestimmt, wie weit die Gilde vorstoßen kann, bevor es zur finalen Konfrontation kommt.
Regionsspezifische Begegnungen und Elitewächter sorgen für Abwechslung in den prozeduralen Layouts. Spieler lernen, kurze, risikoreiche Läufe gegen längere Vorstöße abzuwägen, um bessere Ausrüstung und Gildenverbesserungen zu erhalten. Der Schwerpunkt liegt auf Vorbereitung und Anpassung statt auf individuellen Heldentaten.
Lohnt sich das Spiel?
„The Sunless Throne" richtet sich an Spieler, die Gildenmanagement, prozedurale Erkundung und bedächtigen rundenbasierten Kampf schätzen. Die Rotation mehrerer Teams und die Berücksichtigung von Erholungszyklen unterscheiden das Spiel von Abenteuern mit einem einzelnen Helden. Wer Roguelite-Elemente mit dauerhaften Fortschrittssystemen kombiniert mag, findet Tiefe im Expeditionsbrett und den Interaktionen der Dungeon-Eigenschaften.
Der Standard-Modus bietet einen zugänglichen Einstieg, um Formationen und Gegnerrollen kennenzulernen. Der Hard-Modus spricht Veteranen an, die durch irreversible Verluste höhere Spannung suchen. Das Spiel belohnt sorgfältige Planung über kurze Expeditionen und langfristige Mannschaftsentwicklung hinweg. Die Verfügbarkeit auf dem PC macht es nach Release unkompliziert, das Spiel auszuprobieren - besonders für Fans von Strategie-Rollenspielen, die Gruppentaktik über Einzelhelden stellen.