Thyria ist ein Indie-Rollenspiel des französischen Studios Twokats für den PC. Es verbindet prozedurale Erkundung in einer isometrischen Welt mit rundenbasiertem Kampf, bei dem Teamstrategie und Ressourcenmanagement im Mittelpunkt stehen. Spieler übernehmen die Rolle der entschlossenen Heldin Thyria, die in die Träume verfluchter Dorfbewohner eintaucht, um Ressourcen zu sammeln und Albträume zu bekämpfen.
Gameplay
Im Kern geht es darum, Thyria über eine prozedural generierte, isometrische 2D-Karte mit abwechslungsreichen Landschaften zu steuern. Die Erkundung wird durch Tag- und Nachtzyklen beeinflusst, die Sichtweite und das Verhalten von Bedrohungen verändern. Spieler verwalten ein Inventar an Relikten, die Questbelohnungen beeinflussen, und treffen auf der Karte auf Gegner, die mit einem wachsenden Arsenal an Fähigkeiten bekämpft werden.
Die Kämpfe finden in dynamischen, rundenbasierten Schlachten statt, in denen Wächter eingesetzt werden, um Schwächen der Gegner auszunutzen. Jeder Wächter verfügt über eigene Zauber und Fähigkeiten, die sich während des Kampfes zu Unterstützungseffekten kombinieren lassen. Erfolg hängt von der sorgfältigen Planung von Zeit, Ressourcen und den individuellen Fähigkeiten der Wächter ab, um immer stärkeren dämonischen Gegnern standzuhalten.
Im Labor-System können Seelenjuwelen verschmolzen werden, um neue Wächter zu beschwören. Spieler passen Wächter an, indem sie Zauber auswählen und kombinieren, bevor sie sie einem Team zuweisen. Dadurch ergeben sich vielfältige taktische Möglichkeiten je nach Zusammensetzung. Durch das Herstellen von Amuletten und Ausrüstung mit über 30 verschiedenen Modifikatoren lassen sich die Wächter weiter anpassen.
Spielmodi
Im Mittelpunkt steht eine Reihe von traumbasierten Quests, deren Schwierigkeit mit dem Fortschritt steigt. Jeder Durchlauf bietet eine einzigartige Kartenaufteilung und Begegnungen mit Albträumen, was zu wiederholten Spielrunden mit unterschiedlichen Wächter-Teams einlädt. Die prozedurale Generierung sorgt für Abwechslung bei Landschaften und Herausforderungen, die an die Quest-Parameter gekoppelt sind.
Ein Online-Auktionshaus ermöglicht den Handel mit anderen Spielern und ergänzt das ansonsten alleinige Abenteuer um eine Handelskomponente. So können hergestellte Gegenstände und Relikte geteilt werden, ohne dass direkte Koop-Elemente hinzukommen.
Wächter und Fortschritt
Im Laufe des Spiels werden vierzehn Wächter freigeschaltet, darunter Spezialisten wie der Pyromant oder der Scharlatan. Jeder Wächter bringt eine eigene Rolle mit, und erst durch unterschiedliche Kombinationen entfalten sich die taktischen Möglichkeiten. Das System belohnt das Ausprobieren von Zauber- und Teamsynergien.
Handgezeichnete Grafiken im klassischen Animationsstil mit Federstrich-Effekten unterstreichen die albtraumhafte Atmosphäre. Das Bestiarium wird mit dem Fortschritt anspruchsvoller und stellt Spieler mit dämonischen Kreaturen auf die Probe, die Vorbereitung und Anpassungsfähigkeit verlangen.
Lohnt sich das Spiel?
Thyria richtet sich an Spieler, die Indie-Rollenspiele mit strategischem, rundenbasiertem Kampf und prozeduraler Erkundung bevorzugen und weniger Wert auf eine lineare Geschichte legen. Die Vollversion enthält das komplette Labor-System, die Wächter-Anpassung und das Auktionshaus. Wer Tag-Nacht-Zyklen managen, Relikt-Inventare aufbauen und Team-Taktiken verfeinern möchte, wird von den Mechaniken angesprochen. Besonders geeignet ist das Spiel für Fans von bedachtem, ressourcenorientiertem Kampfsystem statt schnellem Action-Gameplay. Der Fokus auf Traum-Erkundung und Wächter-Management bietet ein eigenständiges Erlebnis innerhalb des Genres.