To Hell With The Ugly ist ein Indie-Adventure, das in einem stilisierten, film-noir-angehauchten Los Angeles der 1950er-Jahre spielt. Man übernimmt die Rolle von Rock Bailey, der nach einer Entführung in der Stadt nach Antworten und Rache sucht und dabei auf dunkle Geheimnisse stößt.
Gameplay
Im Mittelpunkt stehen Erkundung und Ermittlung in detaillierten 2D-Umgebungen, die Jazzclubs, Straßen und verborgene Winkel der Epoche einfangen. Rock durchstreift Schauplätze, sammelt Spuren von Tatorten, verknüpft Informationen und trifft Entscheidungen, die den Fortgang der Geschichte bestimmen. Rätsel ergeben sich organisch aus der Ermittlung und verlangen, Beweise zusammenzuführen und Schlüsse zu ziehen. Kämpfe finden in rundenbasierten Begegnungen statt, bei denen Timing und Präzision zählen. Voll animierte Zwischensequenzen markieren wichtige Momente, während der Jazz-Soundtrack die Atmosphäre durchgängig prägt. Barrierefreiheitsoptionen erlauben die Anpassung von Textgrößen und -farben für Dialoge, Gedanken und markierte Wörter, das Neubelegen von Tasten, die Änderung der Cursor-Geschwindigkeit, das Umschalten von Dauerlauf, das Überspringen von Kämpfen sowie die separate Steuerung der Audio-Spuren.
Spielmodi
Das Spiel ist ausschließlich für Einzelspieler ausgelegt; kompetitive oder kooperative Modi gibt es nicht. Der Fortschritt erfolgt über die zentrale Handlungslinie, in der Dialogszenen, Spurenauswertung und gelegentliche Kampfsequenzen abwechseln. Es gibt keine separaten Schwierigkeitsstufen oder alternative Spielweisen, die die Struktur verändern - abgesehen von den integrierten Möglichkeiten, Kämpfe zu überspringen oder das Tempo von Elementen wie der Cursor-Steuerung anzupassen.
Handlung und Setting
Rock Bailey ist 20 Jahre alt und hat bislang eine persönliche Grenze gewahrt, bis die Ereignisse im Jazzclub Zooty Slammer alles verändern. Nachdem er in einem fremden Krankenhaus erwacht, stellt er fest, dass ihm etwas sehr Persönliches genommen wurde. Gemeinsam mit dem Journalisten Gary deckt er eine Verschwörung auf, die Verschwinden und Menschenversuche im Untergrund von Los Angeles in den 1950er-Jahren umfasst. Die Geschichte basiert auf Boris Vians gleichnamigem satirischen Roman, der hier mit Fokus auf Absurdität und Noir-Elemente neu interpretiert wird. Reife Themen umfassen explizite Nacktdarstellungen, leichte sexuelle Inhalte, Nahkampf und Waffengewalt sowie Experimente an Menschen.
Grafik und Ton
Das Spiel besticht durch eine markante 2D-Präsentation, die handgezeichnete Umgebungen mit vollständig animierten Sequenzen verbindet. Diese Herangehensweise brachte dem Titel 2023 eine Finalisten-Platzierung beim IGF Award für herausragende visuelle Gestaltung ein. Jazz-Musik bildet das Rückgrat des Sounddesigns und passt sich der Zeitperiode an, während sie Ermittlung und Action gleichermaßen rhythmisch unterlegt. Der visuelle Stil zeigt sowohl die glamouröse als auch die düstere Seite der Stadt, ohne auf Fotorealismus zu setzen.
Lohnt sich das Spiel?
Freunde erzählungsgetriebener Adventures mit integrierten Kampf- und Rätselmechaniken finden hier ein fokussiertes Erlebnis. Das Spiel läuft auf dem PC und bietet umfangreiche Barrierefreiheitsfunktionen, die unterschiedliche Spielstile und Bedürfnisse berücksichtigen. Da es 2023 erschienen ist, steht die vollständige Geschichte samt Mechaniken ohne laufende saisonale Updates oder Erweiterungen zur Verfügung. Wer sich von 1950er-Noir-Ästhetik, Jazz-Soundtracks und Geschichten über persönliche Rache in einer korrupten Stadt angesprochen fühlt, wird den stimmigen Ton und das bedachte Tempo schätzen. Das Zusammenspiel aus Spurensuche, Entscheidungen und zeitbasierten Kämpfen ergibt eine geschlossene Spielschleife, die sich an Spieler richtet, die Wert auf narrative Progression legen statt auf offene Welten oder Multiplayer-Elemente.