To Raise a King ist ein rundenbasiertes Strategiespiel mit Indie-RPG- und Casual-Elementen für den PC. Spieler übernehmen die Rolle eines neuen Herrschers, der ein kleines Königreich erbt und es über vierundzwanzig Jahre hinweg lenkt, während er einen Thronfolger heranzieht.
Gameplay
Das Spiel läuft vierteljährlich ab. Wetter, Ernten, Steuereinnahmen, Grenzkonflikte und Nachrichten von außerhalb treffen regelmäßig ein und erfordern Entscheidungen. Jede Wahl beeinflusst mehrere Systeme gleichzeitig: Goldreserven, Getreidevorräte, Militärstärke, Zustimmung der Bevölkerung, Vertrauen der Berater und die Verbreitung von Gerüchten. Folgen zeigen sich oft erst später in der Herrschaftszeit.
Sechs Berater stehen von Beginn an im Rat. Der Diplomat kümmert sich um die Kommunikation mit anderen Reichen, der Entdecker kartiert neue Routen und bringt Gründersteine mit, der Meisterspion errichtet Beobachtungsposten und sammelt Informationen, der Verwalter leitet den Alltag in den Städten, der Schatzmeister überwacht die Münzströme und der Marschall sichert die Grenzen und bildet Rekruten aus. Die Berater werden jedes Quartal auf Aufgaben geschickt und liefern Berichte, sobald weitere Entscheidungen nötig sind.
Der Thronfolger beginnt die Geschichte mit etwa sieben Jahren und begleitet die gesamten vierundzwanzig Jahre. Die Ausbildung erfolgt durch die Berater; die wachsenden Fähigkeiten des Kindes wirken sich direkt auf Ereignisse im Spiel aus. Persönliche Entscheidungen zu Beziehungen, Pflichten und Eigenständigkeit werden sichtbar und formen die Entwicklung des Erben.
Spielmodi
Im Mittelpunkt steht eine einzige, durchgehende Herrschaftszeit. Vier Runden entsprechen einem Jahr, insgesamt umfasst das Spiel vierundzwanzig Jahre bis zur Übergabe der Krone. Zu Beginn wählt man eine von sechs Königinnen. Jede bringt ihre eigene Geschichte mit, beeinflusst die Entwicklung des Reiches und kann in Jahr einundzwanzig eine Krise auslösen, wenn ihre persönliche Handlung vernachlässigt wird. Die Königinnen unterscheiden sich in Schwierigkeit und Anforderungen - von den eher direkten Wegen der Meisterspionin und der Entdeckerin bis hin zu den anspruchsvolleren Pfaden der Diplomatin und der Kriegerin oder den strengen Vorgaben der Verwalterin und der Schatzmeisterin.
Die taktische Tiefe entsteht vor allem durch die Beraterzuweisungen. Wer wohin geschickt wird, bestimmt maßgeblich, wie sich Ressourcen, Erkundung, Sicherheit und Informationsfluss entwickeln. Die sechs Berater bleiben während der gesamten Herrschaft verfügbar; ihre Berichte eröffnen immer wieder Verzweigungen, an denen Spieler konkurrierende Prioritäten abwägen müssen.
Den Thronfolger erziehen
Die Erziehung des Thronfolgers bildet eine eigene Fortschrittsebene. Ab dem ersten Jahr wird festgelegt, welche Berater das Kind unterrichten, und die erworbenen Fähigkeiten beeinflussen später Ereignisse im Königreich. Entscheidungen zu privaten Angelegenheiten erscheinen direkt in der Erzählung, sodass Persönlichkeit und Kompetenzen des Erben aus den getroffenen Entscheidungen hervorgehen. Am Ende der vierundzwanzig Jahre entscheiden die Reife des Thronfolgers und der Zustand des Reiches darüber, wie die Übergabe verläuft.
Lohnt sich das Spiel?
To Raise a King richtet sich an Spieler, die eine durchdachte, entscheidungsstarke Königreichsverwaltung ohne Live-Service-Elemente oder Zusatzkäufe suchen. Die Mechaniken legen Wert auf langfristige Konsequenzen, die sich über mehrere miteinander verknüpfte Systeme erstrecken. Die vollständig vertonte Geschichte verbindet die Wahl der Königin, die Arbeit der Berater und die Entwicklung des Thronfolgers zu einer geschlossenen Erzählung über vierundzwanzig Jahre. Wer Spiele mag, in denen jede Entscheidung spürbare Auswirkungen auf Ressourcen und Beziehungen hat, wird hier passende Mechaniken finden. Ohne Mikrotransaktionen und mit Fokus auf eine abgeschlossene Einzelspieler-Erfahrung bleibt das Spiel von Anfang bis Ende in sich geschlossen.