Tomb Raider IV: The Last Revelation ist ein Action-Adventure aus dem Jahr 1999, in dem Spieler Lara Croft durch antike ägyptische Ruinen und Gräber steuern. Im Mittelpunkt stehen Erkundung, Rätsel und leichte Kämpfe in einer Reihe miteinander verbundener Level, die vor allem in Ägypten spielen - nach einem kurzen Einstieg in Kambodscha. Als Lara den Gott Set versehentlich aus seiner Gefangenschaft befreit, muss sie die Folgen eindämmen, bevor die Zerstörung eskaliert. Ihr Rivale Werner Von Croy sorgt dabei immer wieder für Spannung, indem er Lara verfolgt und an entscheidenden Stellen eingreift.
Gameplay
Die Steuerung erfolgt in der Third-Person-Perspektive mit klassischem Tank-Steuerungssystem. Lara kann gehen, rennen, über Abgründe springen, an Stangen und Seilen klettern, schwingen, sich durch enge Schächte kriechen und um Ecken hangeln. Neu sind die Möglichkeit, bestimmte Inventargegenstände zu kombinieren, sowie ein Fernglas, das gleichzeitig als Lichtquelle für dunkle Bereiche dient. Ein Kompass kehrt als Hilfsmittel für Rätsel zurück, nicht mehr nur zur Orientierung.
Die Level sind als miteinander verbundene Hubs gestaltet und laden zum Zurückkehren ein. Nach dem Erhalt neuer Werkzeuge oder Schlüssel öffnen sich Abkürzungen, sodass Spieler bereits bekannte Gebiete erneut erkunden. Die Rätsel reichen von Schalter- und Gegenstand-Platzierungen bis hin zu komplexeren Abläufen mit beweglichen Blöcken oder mechanischen Vorrichtungen. Manche Abschnitte bieten Fahrzeugpassagen mit Jeep oder Motorrad, die das Tempo verändern.
Kämpfe sind in den Erkundungsfluss eingebettet und dominieren ihn nicht. Lara nutzt meist zwei Pistolen mit unendlicher Munition, während begrenzte Waffen wie Schrotflinte, Uzi, Revolver, Granatwerfer und Armbrust für stärkere Gegner zur Verfügung stehen. Manche Feinde erfordern kreative Lösungen, etwa indem man sie von Absätzen stößt oder spezielle Munition einsetzt. Das System setzt auf Positionierung und Ressourcenmanagement statt auf hektische Action.
Spielmodi
Das Spiel bietet ausschließlich eine Singleplayer-Kampagne. Es gibt keine separaten Multiplayer-Modi, Wettbewerbsarenen oder Koop-Optionen. Der Fortschritt folgt einem linearen Handlungsstrang, der in einzelne Level unterteilt ist. Innerhalb der Hub-Abschnitte besteht jedoch eine gewisse Freiheit bei der Reihenfolge der Erkundung. Spieler kommen voran, indem sie die zentralen Aufgaben erfüllen; alternative Enden oder Entscheidungszweige gibt es nicht.
Der Schwierigkeitsgrad bleibt über die gesamte Kampagne konstant. Herausforderungen entstehen durch präzises Springen, logisches Rätselverständnis und gelegentliche Kämpfe. Speicherpunkte stehen zur Verfügung, und die PC-Version unterstützt Schnellspeichern für schwierige Abschnitte. Weitere Modi wie Zeitrennen oder Challenge-Arenen sind in der Originalversion nicht enthalten.
Handlung und Setting
Die Geschichte spielt in ägyptischen Tempeln, Gräbern und Wüstenposten. Antike Mechanismen, Fallen und mythologische Elemente treiben den Fortschritt voran, während Lara versucht, die freigesetzte Bedrohung einzudämmen. Rivalitäten und Prophezeiungen sind direkt in das Leveldesign eingebunden; Von Croy erscheint in inszenierten Szenen, die das Tempo beeinflussen.
Umweltgeschichten spielen eine wichtige Rolle. Detailreiche Architektur und versteckte Kammern enthüllen Teile der Legende um Horus und Set, ohne lange Zwischensequenzen. Nach dem kurzen Auftakt konzentriert sich das Setting auf eine Region, die durch wiederholte Besuche und sich verändernde Räume Tiefe erhält, statt ständig zwischen weit entfernten Orten zu wechseln.
Lohnt sich das Spiel?
Dieser Teil richtet sich an Spieler, die methodische Erkundung und Rätsel in einem klassischen Third-Person-Setting schätzen. Das vernetzte Leveldesign belohnt genaues Hinsehen und mehrmaliges Zurückkehren, während Seilmechaniken und die Kombination von Gegenständen für Abwechslung sorgen. Kämpfe dienen als unterstützendes Element, das die Erkundung unterbricht, ohne sie zu dominieren.
Eine überarbeitete Edition aktualisiert die Grafik und passt die Steuerung an moderne Systeme an, ohne das Kernspielgefühl zu verändern. Die Kampagnenlänge übertrifft frühere Teile dank Hub-Design und hoher Rätseldichte. Wer schnelle Action oder Online-Funktionen sucht, wird durch den reinen Singleplayer-Fokus eingeschränkt, doch für Fans eines bedächtigen, umgebungsorientierten Abenteuers bietet das Spiel ein geschlossenes Erlebnis.
Die Resonanz hebt die verbesserte Rätselkomplexität und die Vielfalt der Inszenierung im Vergleich zu früheren Teilen hervor, auch wenn die Steuerung eine gewisse Eingewöhnung erfordert. Verfügbarkeit auf PC-Plattformen, einschließlich aktualisierter Versionen, macht den Titel für neue Spieler zugänglich, die sich für den grundlegenden Stil der Serie interessieren.