Tunche ist ein handgezeichnetes Actionspiel, das Beat 'em up-Kämpfe mit Roguelike-Progression verbindet. In den Wäldern des Amazonas begleitet ihr fünf unterschiedliche Charaktere durch vier Welten voller Gegner und Bosse. Im Mittelpunkt stehen Nah- und Fernangriffe, Fähigkeits-Upgrades und wiederholte Durchläufe, die jedes Mal neue Herausforderungen bereithalten.
Gameplay
Im Kampf dreht sich alles um Nahangriffe, Projektile und Spezialfähigkeiten, die ihr über mehrere Versuche freischaltet und verbessert. Jeder Charakter startet mit einfachen Attacken, sammelt aber Erfahrungspunkte, um stärkere Fähigkeiten freizuschalten. Durch das Leveln lassen sich Upgrades erwerben, die in begrenztem Umfang zwischen den Durchläufen erhalten bleiben und so zum Ausprobieren verschiedener Skill-Pfade anregen.
Die fünf spielbaren Charaktere bringen jeweils eigene Stärken mit. Rumi setzt auf Feuermagie und Flächenzauber, Pancho kombiniert Schläge mit musikalischen Effekten, die Gruppen betäuben oder schädigen können. Qaru nutzt Flügelschläge und geworfene Projektile für Mobilität und Reichweite, Nayra kämpft mit einem Speer und einem Schlangenbegleiter, während Hat Kid einen Schirm für Nahkämpfe und explosive Tränke gegen größere Gegnergruppen einsetzt.
Das Fortschrittssystem ist eng mit den Roguelike-Mechaniken verknüpft: Auch gescheiterte Runs bringen Ressourcen für dauerhafte Verbesserungen. Timing und Positionierung sind entscheidend, um Wellen von Gegnern und die großen Bosse in den tieferen Abschnitten jeder Welt zu meistern. Der handgezeichnete Stil sorgt für flüssige Animationen bei langen Kombos und Ausweichmanövern.
Spielmodi
Der Kernloop unterstützt Solo- oder lokales Koop-Spiel für bis zu vier Spieler. Im Koop wählt jeder eine andere Figur und koordiniert Angriffe gegen gemeinsame Feinde. Jeder Versuch führt durch die vier Welten, wobei zufällige Gegnerplatzierungen und Herausforderungen den Weg jedes Mal verändern.
Im Einzelspiel liegt der Fokus auf der individuellen Beherrschung eines Charakters. Im Koop rückt Teamwork in den Vordergrund, da sich die Fähigkeiten ergänzen und schwierigere Begegnungen erleichtern. Online-Multiplayer gibt es nicht - alle Sitzungen laufen auf demselben Bildschirm oder im lokalen Netzwerk.
Charaktere und Fähigkeiten
Die Wahl des Charakters prägt den gesamten Run. Frühe Abschnitte wirken zunächst begrenzt, bis Upgrades freigeschaltet werden, doch spätere Versuche belohnen Experimente mit verschiedenen Fähigkeitskombinationen. Ultimative Angriffe stehen nach ausreichendem Leveln zur Verfügung und liefern starke Schübe, die den Bildschirm räumen oder Bosse beenden können.
Jede Figur besitzt eine eigene Persönlichkeit, die sich in Moveset und Motivation widerspiegelt, den Wald zu betreten. Upgrades verzweigen sich in offensive, defensive oder utility-orientierte Optionen und sorgen dafür, dass Runs auch nach mehreren Abschlüssen frisch bleiben.
Lohnt es sich?
Tunche spricht vor allem Spieler an, die Beat 'em up-Action mit Roguelike-Wiederholung und Charaktervielfalt mögen. Das lokale Koop erhöht den Wiederspielwert für Gruppen, während Solo-Runs jene ansprechen, die sich gerne in Lernkurven und schrittweisen Fortschritt vertiefen.
Die Kritiken loben vor allem die visuelle Präsentation und das befriedigende Kampfgefühl, bemängeln jedoch teilweise die Wiederholung der Level-Layouts und den eher langsamen Start, bevor Fähigkeiten freigeschaltet werden. Das Spiel ist seit Release unverändert auf dem PC verfügbar und bietet ein vollständiges Paket ohne laufende saisonale Inhalte.
Wer eine kompakte Erfahrung mit spürbaren Charakterunterschieden und Erkundung im Wald sucht, wird hier fündig. Fans ähnlicher Titel, die wiederholte Versuche durch Fähigkeitswachstum belohnen, werden die Struktur schätzen.