UnderRail ist ein rundenbasiertes, isometrisches Indie-RPG, das Spieler in eine postapokalyptische Unterwelt versetzt. Nachdem das Leben an der Oberfläche unmöglich geworden ist, hat sich die Menschheit in ein Netz aus Metrostationen zurückgezogen. Die Geschichte folgt einem Bewohner einer dieser Stationen, dessen Weg sich mit rivalisierenden Gruppen kreuzt, die um Ressourcen und Einfluss in den engen Tunneln und Kavernen kämpfen.
Gameplay
Die Kämpfe folgen dem klassischen rundenbasierten Schema, bei dem Positionierung und Ausrüstung entscheidend sind. Zur Verfügung stehen Pistolen, Gewehre, Armbrüste, Energiewaffen, Vorschlaghämmer und Messer, die sich in Schaden, Reichweite und Zusatzeffekten unterscheiden. Charaktere werden um diese Möglichkeiten herum entwickelt, während Aktionspunkte und Umgebungseinflüsse im Gefecht berücksichtigt werden müssen.
Psionische Fähigkeiten erweitern die taktischen Optionen über drei verschiedene Schulen. Metathermik ermöglicht es, Temperaturen zu kontrollieren und Ziele zu verbrennen oder einzufrieren. Psychokinese erlaubt telekinetische Manipulationen für Angriffe, Verteidigung oder elektrischen Schaden. Gedankenkontrolle richtet sich gegen feindliche Bewusstseine und kann Überladungen, Angst oder Halluzinationen auslösen, die ganze Gruppen stören.
Schleichfähigkeiten eröffnen alternative Wege ohne direkte Konfrontation. Mit Tarnung lassen sich Patrouillen umgehen, während Schlösser knacken und Hacken den Zugang zu gesperrten Bereichen ermöglichen. Taschendiebstahl bietet eine weitere Möglichkeit, an Gegenstände zu gelangen, und Fallen können vor dem Kampf platziert werden, um Gegner zu schwächen.
Das Crafting-System bildet einen zentralen Bestandteil des Fortschritts. Die meisten Rüstungen, Waffen und einige weitere Ausrüstungsgegenstände lassen sich aus gesammelten Materialien herstellen. Selbst gefertigte Items übertreffen oft gefundene oder gekaufte Alternativen in ihren Werten.
Spielmodi
UnderRail bietet eine Einzelspieler-Kampagne, die auf der Erkundung der miteinander verbundenen Stationen und Tunnel basiert. Es gibt keine separaten Mehrspieler- oder Wettkampfmodi. Stattdessen verzweigt sich das Erlebnis je nach Charakteraufbau und den gewählten Wegen durch Fraktionskonflikte und Umweltgefahren.
Spieler bewegen sich durch eine große, offene postapokalyptische Welt, in der Entscheidungen den Zugang zu Gebieten und Ressourcen beeinflussen. Das System unterstützt mehrere Durchgänge durch unterschiedliche Schwerpunktsetzungen - von starkem Kampfeinsatz über Heimlichkeit bis hin zu Handwerkskunst - ohne das grundlegende Einzelspieler-Konzept zu verändern.
Erkundung und Fraktionen
Die Welt besteht aus verbundenen Metrostationen und unterirdischen Zonen, die mit Gefahren, versteckten Passagen und interaktiven Objekten gefüllt sind. Der Wechsel zwischen Orten erfordert sorgfältige Planung, da sichere Routen begrenzt und feindliche Bewohner allgegenwärtig sind. Fraktionsspannungen treiben den Handlungsverlauf voran, da Gruppen in der ressourcenarmen Umgebung ums Überleben konkurrieren.
Quests und Begegnungen bieten oft mehrere Lösungswege, die an Fähigkeiten oder frühere Entscheidungen geknüpft sind. Dieses System belohnt gründliches Kartografieren und die Interaktion mit den Stationen und macht die harten Lebensbedingungen unter der Erde spürbar.
Lohnt sich das Spiel?
UnderRail richtet sich an Spieler, die taktische, rundenbasierte RPGs mit starkem Fokus auf Charakterentwicklung und vielfältige Problemlösungen schätzen. Die komplexe Handlung und die miteinander verknüpften Systeme belohnen die Zeit, die in Erkundung und Fertigkeitsentwicklung investiert wird.
Aktuelle Updates, darunter der 10-Jahres-Anniversary-Patch vom Dezember 2025, haben individuelle Schwierigkeitsoptionen und Konsolenbefehle hinzugefügt sowie das Balancing verfeinert. Das Spiel wird weiterhin aktiv vom Entwickler betreut. Wer klassisches isometrisches Design, tiefgehendes Crafting und flexible Kampfansätze mag, findet hier erhebliche Tiefe. Spieler, die schnelle Action oder Mehrspieler-Elemente bevorzugen, sollten sich anderweitig umsehen.