Verne: The Shape of Fantasy ist ein Indie-Adventure, das in einer alternativen Version des Jahres 1888 spielt. Jules Verne und Kapitän Nemo kämpfen darum, das Land Hemera vor der Zerstörung zu bewahren. Das Spiel verbindet Steampunk-Ästhetik mit klassischen Adventure-Elementen in einer Singleplayer-Erfahrung, die auf Erkundung und narrative Entscheidungen setzt.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Navigation durch detaillierte Umgebungen an Bord des U-Boots Nautilus und durch die Ruinen von Atlantis. Spieler bewegen sich nach links und rechts, klettern zwischen Ebenen und untersuchen Objekte, um voranzukommen. Rätsel ergeben sich organisch aus der Umgebung und erfordern genaues Hinsehen statt komplizierter Mechaniken.
Ein zentrales Element ist das IMAG-Gerät, ein altes atlantisches Werkzeug, mit dem Spieler bestimmte Momente der Geschichte umschreiben können. Dadurch verändern sich der Verlauf der Ereignisse und Vernes Weg an entscheidenden Stellen. Dialoge passen sich den Entscheidungen an und eröffnen unterschiedliche Erzählstränge, die das Thema von Fantasie und Realität widerspiegeln.
Die Steuerung erfolgt ausschließlich über die Tastatur, ohne klassisches Point-and-Click. Gründliches Erkunden jeder Umgebung wird belohnt, während die atmosphärische Pixel-Art den Kontrast zwischen den dunklen Gängen des U-Boots und den geheimnisvollen Ruinen betont. Voice-Acting begleitet die Geschichte und transportiert die Handlung um die gnadenlose Nation und die Suche nach der Flamme des Hephaestus.
Spielmodi
Das Spiel bietet eine Singleplayer-Kampagne ohne Multiplayer oder separate Modi. Der Fortschritt folgt einer linearen Struktur, die durch die IMAG-Entscheidungen unterbrochen wird und Dialoge sowie bestimmte Ausgänge beeinflusst. Dadurch bleibt der Fokus auf der Erzählung und der Lösung von Rätseln innerhalb eines durchgehenden Erlebnisses.
Spieler durchlaufen Kapitel, die Bewegung, Objektinteraktion und Dialogbäume kombinieren. Ohne zusätzliche Modi dreht sich das gesamte Spiel um die Aufdeckung des zentralen Konflikts und die Konfrontation mit der Entität, die die Fantasie aus Hemera tilgen will.
Handlung und Setting
Die Geschichte spielt im Jahr 1888 während eines Krieges, der Hemera bedroht. Verne und Nemo jagen die Quelle der Macht von Atlantis, um das Blatt zu wenden. Legenden verweisen auf die Flamme des Hephaestus als Artefakt, das die Geschichte umschreiben kann und in den Ruinen verborgen liegt. Unterwegs begegnet Verne Wundern und einem mächtigen Gegner, der kreatives Denken unterdrücken will.
Die Steampunk-Welt orientiert sich an Jules Vernes Werken, ergänzt aber eigene Elemente wie die alternative Welt und ihre Mythologie. Detaillierte Hintergründe und ein einheitlicher Artstyle unterstreichen das Setting - vom Inneren des U-Boots bis zu den antiken Stätten. Die Erzählung thematisiert die Rolle der Fantasie bei der Gestaltung von Ereignissen, ohne auf externe Referenzen zurückzugreifen.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die kurze, fokussierte Adventures mit Pixel-Art und storygetriebenem Fortschritt schätzen. Die Spielzeit beträgt etwa drei bis fünf Stunden und eignet sich für alle, die eine abgeschlossene Geschichte ohne langen Zeitaufwand suchen. Die IMAG-Mechanik und die Dialogvarianten bieten Wiederspielwert für alle, die unterschiedliche Handlungsverläufe erleben möchten.
Stärken sind der visuelle Stil und die Voice-Performances, die die Steampunk-Atmosphäre unterstreichen. Die Rätsel bleiben überschaubar und sprechen Einsteiger an, können für erfahrene Spieler aber zu einfach wirken. Die Geschichte entwickelt sich in einem ruhigen Tempo und legt den Schwerpunkt auf Charaktermomente statt auf schnelle Wendungen.
Wer klassisches Adventure-Gameplay, Erkundung in begrenzten, aber detailreichen Räumen und eine literarisch inspirierte Prämisse mag, wird hier am meisten Freude haben. Das Spiel ist ein in sich abgeschlossenes Indie-Erlebnis ohne laufende Seasons oder Updates für den Kerninhalt.