Yesterday ist ein Einzelspieler-Grafikadventure von Pendulo Studios. Das 2012 für den PC erschienene Spiel versetzt die Spieler in ein düsteres Rätsel in New York, in dem Obdachlose spurlos verschwinden und später tot aufgefunden werden. Eine auffällige Y-förmige Narbe an der Hand verbindet scheinbar unabhängige Personen und führt den wohlhabenden Erben Henry White, seinen Begleiter Cooper und den amnestischen John Yesterday zusammen. Die Geschichte entwickelt sich durch Ermittlungen und Interaktionen, während die Spieler Zusammenhänge und Geheimnisse rund um die zentrale Figur aufdecken.
Gameplay
Yesterday folgt dem klassischen Point-and-Click-Prinzip. Die Spieler bewegen den Cursor über detaillierte Szenen, um Objekte zu untersuchen, mit Charakteren zu sprechen und Gegenstände zu sammeln, die Umgebungsrätsel lösen. Das Interface erlaubt direkte Interaktion mit den Hintergründen und eine Inventarverwaltung, um Objekte logisch zu kombinieren oder einzusetzen. Der Fortschritt hängt davon ab, diese Aufgaben zu erfüllen und Dialogoptionen zu nutzen, die Informationen über die Verschwundenen und das Phänomen der Narben liefern. Das Spiel präsentiert handgezeichnete Grafik in einem gedämpften Farbschema sowie animierte Sequenzen, die wichtige Momente vorantreiben. Die Erkundung umfasst städtische Schauplätze in New York und reicht im weiteren Verlauf bis zu internationalen Orten. Entscheidungen in Gesprächen und die Lösung von Rätseln beeinflussen spätere Ereignisse und führen zu einem von vier unterschiedlichen Enden.
Spielmodi
Yesterday bietet ausschließlich eine Einzelspieler-Kampagne ohne separate Mehrspieler- oder Wettbewerbsoptionen. Die Kernhandlung verläuft linear, verzweigt sich jedoch an bestimmten Entscheidungspunkten. Die Spieler durchlaufen Kapitel, indem sie Hinweise sammeln und Rätsel lösen - ohne Zeitbegrenzung oder alternative Schwierigkeitsstufen. Die vier Enden bieten Anreiz für Wiederholungen, um verschiedene Handlungsverläufe zu erleben. Weitere Modi wie Freispiel, Herausforderungen oder kooperative Elemente gibt es nicht.
Handlung und Charaktere
Im Mittelpunkt steht John Yesterday, dessen fehlende Erinnerung zum Kern der Ermittlung wird. Henry White und Cooper dienen als Einstieg in das Rätsel und treffen auf zwielichtige Figuren, deren Absichten unklar bleiben. Die Umgebungen schaffen eine düstere Atmosphäre durch detaillierte Stadtansichten und Innenräume, die die Ereignisse unterstreichen. Dialoge und gegenstandsbasierte Enthüllungen decken nach und nach das größere Geheimnis hinter den Narben und Verschwundenen auf. Die Erzählung verzichtet auf Füllmaterial und verknüpft jede Interaktion mit der zentralen Frage nach Yesterdays Identität und früheren Taten.
Lohnt sich das Spiel?
Yesterday bietet ein fokussiertes Point-and-Click-Adventure für Spieler, die geschichtengetriebene Mysterien und Inventarrätsel schätzen. Auf Steam erhält das Spiel eine „Sehr positiv"-Bewertung mit 83 Prozent Zustimmung aus über 800 Bewertungen. Es läuft auf aktuellen PCs problemlos und behält seine ursprüngliche Länge von mehreren Stunden für einen vollständigen Durchgang. Wer mehrere Enden erleben möchte, kann für weitere Sitzungen zurückkehren. Fans früherer Werke von Pendulo Studios oder vergleichbarer Adventure-Titel aus den frühen 2010er-Jahren finden vertraute Mechaniken und eine in sich abgeschlossene Geschichte. Da keine Updates oder Erweiterungen erscheinen, bleibt das Erlebnis genau wie bei der Veröffentlichung - vor allem für Spieler interessant, die narrative Abgeschlossenheit über Live-Service-Elemente stellen. Wer Puzzle-Lösen und atmosphärisches Storytelling bevorzugt, findet hier eine lohnende Einzelspieler-Option für den PC.