Arizona Sunshine - The Damned DLC bietet auf dem PC ein fokussiertes VR-Zombie-Shooter-Erlebnis. Die Handlung spielt vor den Ereignissen des Hauptspiels und folgt einem US-Special-Forces-Soldaten, der während eines Zombie-Ausbruchs Generatoren eines großen Wasserkraftwerks in Arizona reaktivieren soll, um die Stromversorgung militärischer Nuklearanlagen wiederherzustellen.
Gameplay
Im Zentrum steht das Überleben in einer großzügigen, vertikal angelegten Umgebung. Spieler klettern und bewegen sich durch Innen- und Außenbereiche des Damms, während sie Wellen von Untoten abwehren. Der Kampf setzt auf physische VR-Interaktionen: Waffen werden mit natürlichen Handbewegungen bedient, und knappe Ressourcen müssen in engen Räumen verwaltet werden. Die Höhe des Bauwerks und die ständige Bedrohung aus dunklen, feuchten Ecken erzeugen ein Gefühl von Isolation und Schwindel. Ein Commander gibt über Funk Hinweise und treibt die Geschichte voran.
Erkundung ist ein wesentlicher Bestandteil. Der Damm bietet mehrere Ebenen und Wege, die ein bedachtes Vorgehen belohnen. Kämpfe finden meist auf kurze Distanz statt und verlangen strategische Positionierung, um Gruppen von Gegnern effizient zu bewältigen. Die Gestaltung setzt auf Spannung durch Vertikalität und Enge, nicht auf weitläufige Areale.
Spielmodi
Die Erweiterung enthält eine reine Einzelspieler-Kampagne. Die lineare Mission führt von der Krone des Damms abwärts durch die Anlage bis zum Abschluss des Generator-Neustarts. Weitere Modi wie Horde oder Wettkampf stehen seit der Entfernung des Koop-Features aus der Arizona-Sunshine-Reihe im Jahr 2025 nicht mehr zur Verfügung.
Die Kampagne gliedert sich in aufeinanderfolgende Abschnitte. Spieler räumen Etage für Etage, sichern Wege und meistern Bedrohungen, ohne alternative Routen oder Spielstile. Das Format eignet sich für konzentrierte Sitzungen statt für längere Multiplayer-Runden.
Handlung und Setting
Die Geschichte stellt den Spieler als eigenständigen Protagonisten vor, der nicht mit der Hauptbesetzung verbunden ist. Über Funkdialoge werden Missionsdetails und Charakterbeziehungen vermittelt. Der Damm fungiert zugleich als Schauplatz und als Mittel für Umgebungs-Erzählung, indem er die gewaltige Infrastruktur und die Herausforderungen im apokalyptischen Kontext verdeutlicht.
Die Atmosphäre entsteht aus dem Kontrast zwischen der industriellen Größe des Wasserkraftwerks und den von Zombies überrannten, klaustrophobischen Innenräumen. Die Handlung beschränkt sich auf diese eine Mission und liefert Kontext für spätere Ereignisse, ohne Vorkenntnisse der Serie zu erfordern.
Lohnt sich das Spiel?
Spieler loben die kompakte, intensive Kampagne mit neuer Kulisse und gleichmäßigem Tempo. Das vertikale Damm-Setting und der Fokus auf Solo-Überleben heben die Erweiterung von klassischen Zombie-Shootern ab. Mit einer Spielzeit von etwa eineinhalb bis zwei Stunden eignet sie sich gut als eigenständiges Zusatzabenteuer für VR-Zombie-Fans.
Die Reaktionen heben die gelungene Nutzung des Schauplatzes für Spannung und das direkte Kampfgefühl hervor. Der Verzicht auf Koop lenkt den Fokus ganz auf den Einzelspieler, was dem aktuellen Stand des Titels entspricht. Wer eine kurze, erzählungsgetriebene VR-Mission in einer ungewöhnlichen Industrieumgebung sucht, findet hier passenden Inhalt ohne unnötige Längen.
Das Erlebnis richtet sich an Spieler, die mit VR-Steuerung vertraut sind und methodisches Vorgehen in anspruchsvollen Räumen schätzen. Das klare Kampagnenformat macht es auch für kürzere Sessions zugänglich und bietet dennoch einen abgeschlossenen, zielorientierten Handlungsbogen.