Directive 8020 ist ein Science-Fiction-Survival-Horror-Spiel, in dem Spieler an Bord des Kolonieschiffs Cassiopeia eine verzweifelte Mission zu einem fernen Planeten antreten. Als neuester Teil von Supermassive Games' The Dark Pictures Anthology verbindet das Spiel interaktives Drama mit spannungsgeladenen Survival-Elementen und einer auĂźerirdischen Bedrohung, die ihre Opfer imitieren kann.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Erkundung der Korridore und Abteile des Schiffs aus der Third-Person-Perspektive. Dabei gilt es, begrenzte Ressourcen zu verwalten und feindlichen Wesen auszuweichen. Spieler steuern einzelne Crew-Mitglieder mit freier Kamerabewegung, können sich hinter Deckung ducken, enge Räume passieren und mit der Taschenlampe dunkle Bereiche ausleuchten. Schleichen ist ein zentraler Bestandteil des Fortschritts: Wer den richtigen Moment abpasst, kann an den patrouillierenden Gegnern vorbeikommen, die auf Geräusche und Licht reagieren. Immer wieder tauchen Umgebungsrätsel auf - etwa Stromleitungen umleiten, Zahlencodes knacken oder Chemikalien kombinieren, um neue Wege freizuschalten. Schnelle Reaktionssequenzen markieren dramatische Momente, lassen sich jedoch über umfangreiche Schwierigkeits- und Barrierefreiheitseinstellungen anpassen. Zwischen den Szenen können Spieler Textnachrichten an andere Charaktere schicken und so Beziehungen sowie spätere Handlungsverläufe beeinflussen.
Spielmodi
Zwei Singleplayer-Modi bestimmen, wie Konsequenzen wirken. Im Explorer-Modus kann jeder Fehler rückgängig gemacht und jede Szene erneut betreten werden - ideal, um verschiedene Entscheidungen auszuprobieren. Der Survivor-Modus verzichtet auf diese Sicherheitsoption und zwingt Spieler, jede Wahl endgültig zu akzeptieren. Ergänzend gibt es einen separaten Fünf-Spieler-Koop-Modus, bei dem Teilnehmer gleichzeitig unterschiedliche Crew-Rollen übernehmen und gemeinsam über die Verzweigungen der Geschichte entscheiden.
Handlungsstruktur
Die Geschichte erstreckt sich über acht Kapitel an Bord der Cassiopeia. An entscheidenden Punkten bestimmen die getroffenen Entscheidungen, wer überlebt und wie sich die Beziehungen innerhalb der Crew entwickeln. Mehrere Enden sind möglich, und die Fähigkeit des Alien-Organismus, Crew-Mitglieder zu imitieren, sorgt für zusätzliche Paranoia und Täuschung in Gesprächen und Begegnungen. Sammelobjekte an Bord liefern optionale Hintergrundinformationen zu Figuren früherer Teile der Anthologie.
Lohnt sich das Spiel?
Directive 8020 richtet sich an Spieler, die narrative Horror-Erlebnisse mit gewichtigen Entscheidungen und einer Atmosphäre schätzen, die sich durch Erkundung langsam aufbaut. Der Koop-Modus im „Movie-Night"-Stil bietet die intensivste Möglichkeit, die verzweigte Geschichte gemeinsam mit Freunden zu erleben, während Solo-Durchgänge von den anpassbaren Schwierigkeitsoptionen profitieren. Jüngste Updates haben die Gegnerwege und die Klarheit der Rätsel verbessert. Wer schnelle Kämpfe oder offene Welten bevorzugt, wird mit der linearen Struktur und dem bedächtigen Tempo weniger anfangen können - Fans von entscheidungsbasiertem Science-Fiction-Horror hingegen finden hier eine enge Verzahnung von Mechaniken und Handlungsfolgen.