Rising Storm 2: Vietnam ist ein Multiplayer-First-Person-Shooter, der während des Vietnamkriegs spielt. Er stellt amerikanische und australische Truppen nordvietnamesischen Armee- und Vietcong-Einheiten gegenüber und bietet groß angelegte Online-Schlachten, in denen taktisches Zusammenspiel und realistische Gefechte im Mittelpunkt stehen.
Gameplay
Im Kern geht es um objektbasierte Kämpfe auf weitläufigen Karten, bei denen Squads gemeinsam Stellungen erobern. Jeder Spieler wählt aus einer begrenzten Auswahl an Klassenrollen - vom Schützen über den MG-Schützen bis hin zu Aufklärern und Unterstützungsspezialisten. Jede Seite beschränkt die Anzahl besonders spezialisierter Positionen wie Scharfschützen oder Panzerabwehrtruppen. Ein ausgefeiltes Unterdrückungssystem bestraft unüberlegtes Vorgehen und belohnt stattdessen geschicktes Positionieren und Flankenmanöver.
Kommunikation ist entscheidend: Über Proximity-Voice-Chat können nahe Spieler sich direkt abstimmen, ohne globale Kanäle zu nutzen. Squad-Leader markieren Ziele und steuern Bewegungen, während erfahrene Spieler als Commander die übergeordnete Strategie übernehmen. Die asymmetrische Gestaltung gibt den Nordtruppen Vorteile durch Mobilität und Tarnung - Tunnelnetze und Guerillataktiken gehören dazu -, während die Südkräfte auf überlegene Feuerkraft, Luftunterstützung und koordinierte Vorstöße setzen.
Die Waffenhandhabung wirkt bewusst und realistisch: Präzise Ballistik, verschiedene Feuermodi und unterschiedliche Munitionsarten für Schrotflinten sorgen für Abwechslung. Umweltfaktoren wie dichtes Unterholz oder Dorflayouts beeinflussen Sichtlinien und Hinterhalte. Partien mit bis zu 64 Spielern bleiben spannend, weil begrenzte Verstärkungspunkte Respawns einschränken.
Spielmodi
Territories bildet das Rückgrat des Spiels. Eine Seite greift eine Abfolge von Stellungen an, die andere verteidigt sie. Erfolg bedeutet, alle Punkte vor Ablauf des Rundentimers zu erobern. Danach folgt eine zweite Runde mit vertauschten Rollen.
Supremacy verteilt Ziele über die gesamte Karte. Teams sammeln Punkte, indem sie mehrere Positionen gleichzeitig halten. Dadurch kann sich die Kontrolle dynamisch verschieben, ohne feste Eroberungsreihenfolge.
Skirmish bietet kleinere Gefechte mit Fokus auf direkte Konfrontation und Ressourcenmanagement. Ein späteres Update führte eine vollständige Multiplayer-Kampagne ein, die sich über die Jahre 1965 bis 1975 erstreckt. Spieler stimmen über Regionen, Fraktionen und Karten ab und durchlaufen historische Abschnitte mit zeitgemäßer Ausrüstung.
Fraktionen und Mechaniken
Zwei gegnerische Seiten prägen das Erlebnis. Die südlichen Truppen umfassen Einheiten der US-Army, der Marines und australischer Streitkräfte mit modernen Gewehren, Helikoptern und Artillerieoptionen. Die nördlichen Kräfte bestehen aus der Volksarmee Vietnams und der Nationalen Befreiungsfront und setzen auf leichtere Waffen, Fallen und schnelle Angriffs- und Rückzugsmanöver.
Mechaniken unterstreichen den historischen Kontext: begrenzte Klassenverfügbarkeit, Tunnelsysteme für den Norden und Fahrzeuginteraktionen, die koordiniertes Panzerabwehrspiel belohnen. Proximity-Voice und Squad-Anpassungsmöglichkeiten fördern organisiertes Spiel statt Einzelkämpfer-Ansätzen.
Lohnt sich das Spiel?
Jahre nach dem Release erhält das Spiel weiterhin Updates, darunter die Rückkehr des Multiplayer-Kampagnenmodus, der die strategische Tiefe über mehrere Jahre des Konflikts erweitert. Spieler loben die intensive Atmosphäre, die realistische Waffenmodellierung und den Fokus auf Teamwork als besondere Stärken, erwähnen aber auch die steile Lernkurve, die Ausdauer belohnt.
Das Spiel eignet sich für Fans von bedächtigen, groß angelegten taktischen Shootern, bei denen Kommunikation und Rollen-Disziplin wichtiger sind als individuelle Heldentaten. Neueinsteiger sollten damit rechnen, zunächst in grundlegenden Rollen zu starten und die Karten schrittweise kennenzulernen. Die aktive Community und kontinuierlichen Inhaltsupdates sorgen dafür, dass Partien für alle, die Vietnamkrieg-Settings und objektbasierte Multiplayer-Erfahrungen suchen, gut besucht bleiben.