Ad Infinitum ist ein Singleplayer-Psycho-Horror-Adventure, das Action-Sequenzen mit Rätseln und Erkundung verbindet. Vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs begleitet es einen deutschen Soldaten, dessen Bewusstsein zwischen den vertrauten Räumen seines Elternhauses und den brutalen Schützengräben an der Front zerrissen wird. Im Mittelpunkt steht der Versuch, einen Kreislauf aus Traumata und Albträumen zu durchbrechen, in dem Erinnerung und gegenwärtige Bedrohung kaum noch zu unterscheiden sind.
Gameplay
Spieler bewegen sich zwischen zwei miteinander verbundenen Schauplätzen: einem verfallenen Herrenhaus, das in der Jugend des Protagonisten erstarrt ist, und den schlammgetränkten Feldern des Niemandslandes. Fortbewegung erfordert ein Gespür für Geräusche, da manche Kreaturen auf Schritte oder andere Laute reagieren. Kämpfe entstehen durch direkte Begegnungen mit albtraumhaften Wesen, die aus der Psyche des Soldaten hervortreten, doch viele Situationen lassen sich besser durch Ausweichen und Umgebungsaufmerksamkeit lösen als durch offene Konfrontation.
Rätsel ergeben sich aus dem Verständnis des Verhaltens und der Motivation jeder Kreatur. Ihre Lösung führt häufig über das Zusammentragen von Erinnerungsfetzen, die man in beiden Welten entdeckt. Das Spielprinzip wechselt zwischen angespannter Fortbewegung, leichten Kämpfen gegen groteske Gestalten und rätselbasiertem Fortschritt, der weitere Einblicke in die kriegsbedingten Zerwürfnisse der Familie gibt. Einige Spieler berichten von Leistungsproblemen in bestimmten Bereichen, doch der Fokus liegt auf atmosphärischer Spannung statt auf schnellem Action.
Spielmodi
Ad Infinitum bietet eine durchgehende Erzählung ohne separate Mehrspieler-Elemente oder eigenständige Spielmodi. Der Fortschritt folgt einer linearen Geschichte, die zwischen Haus und Schützengräben wechselt, ohne bestätigte Abzweigungen oder optionale Nebenaktivitäten. Alles spielt sich in diesem einheitlichen Singleplayer-Format ab.
Handlung und Setting
Die Geschichte beleuchtet die langfristigen Auswirkungen des Großen Krieges auf eine deutsche Familie. Durch Erkundung und das Lösen von Rätseln decken Spieler Geheimnisse auf, die persönliche Erinnerungen mit den Schrecken des Schlachtfelds verknüpfen. Albträume materialisieren sich als blinde, geräuschempfindliche Dämonen, zerstückelte Puppen in der Dunkelheit und weitere Wesen, die aus dem Trauma geboren sind. Der Kontrast zwischen dem stillen Verfall des Herrenhauses und dem rohen Chaos der Gräben unterstreicht Themen wie posttraumatische Belastung und gespaltene Identität.
Lohnt sich das Spiel?
Ad Infinitum spricht Spieler an, die Psycho-Horror mit starkem narrativem Fokus und integrierten Rätseln bevorzugen, statt reiner Action oder Survival-Mechaniken. Die ungewöhnliche Perspektive des Ersten Weltkriegs und die Kreaturen-Designs erzeugen für Genre-Fans einprägsame Spannung, besonders bei Interesse an Geschichten über Trauma und Erinnerung. Die Resonanz lobt überzeugende Schreckmomente und eine liebevoll gestaltete Atmosphäre, auch wenn gelegentliche gestalterische oder technische Stolpersteine die Immersion stören können. Häufige Rabatte auf digitalen Plattformen machen das Spiel für alle zugänglich, die eine fokussierte Singleplayer-Horror-Erfahrung ohne Live-Service-Elemente suchen. Wer Stealth, Rätsel und albtraumhafte Visionen aus dem Ersten Weltkrieg schätzt, findet hier ein eigenständiges Erlebnis, das es wert ist, in Betracht gezogen zu werden.