Beholder 3 ist ein Singleplayer-Strategie-Simulations- und Adventure-Spiel, in dem man Frank Schwarz verkörpert - einen Familienvater, der in der totalitären „Greatest Union" seinen Alltag meistert. Das Spiel verbindet die Verwaltung eines Mietshauses mit verdeckten Tätigkeiten in einem Ministerium, bei denen Überwachung, Täuschung und politisches Taktieren im Mittelpunkt stehen. Spieler müssen ihre Tarnung wahren, während sie Aufträge erfüllen, die die Macht des Staates stützen oder untergraben, und gleichzeitig das eigene Überleben sowie die Bedürfnisse der Familie im Blick behalten.
Gameplay
Im Zentrum steht der Wechsel zwischen zwei eng verknüpften Tätigkeiten. Als Vermieter kümmert sich Frank um Reparaturen, Mietzahlungen und Mieterbeziehungen, um den reibungslosen Betrieb des Hauses zu sichern und keinen Verdacht zu erregen. Parallel dazu infiltriert er das Ministerium, um durch Spionage und interne Intrigen aufzusteigen. Überwachungskameras in Wohnungen und Büros liefern Informationen, während Durchsuchungen nach verbotenen Gegenständen Druckmittel für Erpressung oder Befehle von Vorgesetzten ergeben.
Im Ministerium konkurrieren verschiedene Fraktionen um Einfluss. Spieler entscheiden, welche Gruppen sie unterstützen oder verraten, um Vorteile zu erlangen. Ministeriumsaufträge umfassen die Verbreitung von Propaganda, die Manipulation von Symbolen und die Durchsetzung der Ideologie - oft durch direkte Aktionen oder geschicktes Einwirken auf Bewohner und Kollegen. Ständig ergeben sich moralische Entscheidungen, bei denen man abwägt, wen man schützt, enttarnt oder opfert, um persönliche Ziele wie ein stabiles Leben oder mehr Macht zu erreichen.
Alltägliche Aufgaben mischen sich mit hochbrisanten Intrigen und erzeugen Spannung zwischen äußerer Normalität und geheimen Operationen. Simulations-Elemente legen den Fokus auf Ressourcenmanagement und Timing, während die Adventure-Aspekte Erkundung von Wohnungen und Büros sowie persönliche Gespräche in den Vordergrund rücken, die verborgene Motive enthüllen.
Spielmodi
Beholder 3 bietet eine Singleplayer-Kampagne, die sich um Franks Geschichte und die Entscheidungen dreht, die seinen Weg durch das Regime bestimmen. Es gibt keine separaten Wettbewerbs- oder Koop-Modi; stattdessen entfaltet sich das Erlebnis in einer linearen, aber verzweigten Erzählung, die von Allianzen und Handlungen geprägt wird. Der Fortschritt ergibt sich aus dem Balanceakt zwischen Vermieterpflichten und Ministeriumsaufträgen, wobei der Erfolg davon abhängt, wie geschickt man Überwachung, Quests und Fraktionskonflikte meistert.
Die Struktur lädt zu Wiederholungsspielen ein, indem man dieselben Situationen auf unterschiedliche Weise angeht - etwa eine Fraktion bevorzugt oder Stabilität der Familie über berufliches Vorankommen stellt. Das gesamte Gameplay findet innerhalb dieser einheitlichen Kampagne statt, in der Erfolg vom Gleichgewicht zwischen Tarnung und den Anforderungen von Spionage und internen Machtkämpfen abhängt.
Handlung und Setting
Die Geschichte spielt in einer streng kontrollierten Gesellschaft, in der Gesetze, Kameras und Einschüchterung den Alltag prägen. Frank beginnt, nachdem er durch eine Intrige seine Stellung im Ministerium verloren hat und als Teil einer Abmachung mit Sicherheitsbeamten die Vermieterrolle übernimmt. Von dieser Position aus beobachtet und beeinflusst er Mieter, während er seinen Aufstieg durch Manipulation von Kollegen und Rivalen plant.
Hinter den Kulissen agieren Fraktionen mit eigenen Zielen, die Spieler ausnutzen oder unterstützen können. Das Setting zeigt die persönlichen Belastungen eines Lebens unter ständiger Beobachtung, bei dem familiäre Verpflichtungen mit beruflichen Verrat und ideologischer Durchsetzung kollidieren. Die Entscheidungen bestimmen, ob Frank das System aufrechterhält, Reformen anstrebt oder rücksichtslos eigene Interessen verfolgt.
Lohnt sich das Spiel?
Beholder 3 richtet sich an Spieler, die moralisch komplexe Simulationen und Point-and-Click-Adventure-Elemente mit strategischen Entscheidungen verbinden möchten. Die gemischte Resonanz spiegelt Stärken in der erzählerischen Spannung und den Kernmechaniken wider, aber auch eine gewisse Linearität, die den breiteren Reiz einschränken kann. Wer dystopische Themen, Mieterverwaltung und politische Intrigen schätzt, wird das duale Aufgabenmodell ansprechend finden, während andere Titel mit mehr Offenheit oder abwechslungsreicherem Tempo bevorzugen könnten.
Das Spiel ist als abgeschlossenes Singleplayer-Erlebnis ohne saisonale Inhalte oder Live-Service-Elemente verfügbar. Es bietet ein fokussiertes Erlebnis für Genre-Fans, die sorgfältige Planung und konsequenzgetriebene Entscheidungen über schnelle Action oder Multiplayer-Wettbewerb stellen.