Cattle Country ist ein Indie-Rollenspiel mit Elementen einer entspannten Lebenssimulation, das in einer Kleinstadt im Wilden Westen spielt. Als Pionier errichtet man eine eigene Farm und muss den Alltag mit storybasierten Aufgaben verbinden - von Viehtrieben über Banditenüberfälle bis hin zu Begegnungen mit den Dorfbewohnern.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Bewirtschaftung einer Ranch: Anbau von Feldfrüchten, Versorgung der Tiere und das Sammeln von Rohstoffen prägen den Tagesablauf. Neben dem Ausbau von Gebäuden und Werkzeugen lockt der Bergbau in seitlich scrollende Minen, wo Leitern, Aufzüge und Stützen den Weg in tiefere Schichten mit Erzen und versteckten Vorräten ebnen. Angeln wird über ein zeitbasiertes Minispiel gelöst, während Sammeln und Jagen zusätzliche Nahrung und Materialien aus den umliegenden Wäldern liefern.
Quests erweitern das Spiel um narrative Elemente, darunter Romanzen mit 18 Charakteren, Dorffeste und Auseinandersetzungen mit Gesetzlosen. Wer seine Farm vor Überfällen schützt oder an Rodeos teilnimmt, erhält neue Herausforderungen. Durch Handwerk lassen sich gesammelte Ressourcen in bessere Ausrüstung und Hofausbauten umwandeln. Der Pixel-Art-Stil sorgt für eine einladende Atmosphäre, und mit dem Wachstum von Farm und Beziehungen verändern sich auch die täglichen Routinen.
Spielmodi
Cattle Country ist ein reines Einzelspieler-Erlebnis ohne separate Mehrspieler-Optionen. Alle Aktivitäten finden in einer zusammenhängenden Welt statt, in der Landwirtschaft, Erkundung und Story-Quests nahtlos in den Tagesablauf eingebunden sind. Das Tempo bestimmt der Spieler selbst - ob beim Ausbau der Ranch, beim Prospektieren oder bei gesellschaftlichen Ereignissen mit den Nachbarn.
Typische Western-Elemente zeigen sich in eigenen Questreihen rund um Banditenpläne und die Verteidigung der Gemeinde. Dadurch entsteht ein Wechsel aus ruhigen Alltagsaufgaben und gelegentlichen Actionszenen wie Schießereien oder Viehtrieben.
Wichtige Features und Mechaniken
Bauen und Handwerk bilden die Grundlage für langfristiges Fortkommen. Spieler roden Land, errichten Gebäude und verbessern Werkzeuge, um schwierigere Aufgaben zu bewältigen. Kontakte zu Nachbarn vertiefen sich durch Dialoge, Gefallen und den Aufbau von Beziehungen, die neue Story-Inhalte freischalten.
Das Prospektieren in den Minen stellt ein eigenständiges System dar, das sorgfältige Navigation und Upgrades belohnt. Die Jagd bietet flexible Möglichkeiten zur Nahrungsbeschaffung oder zur Erkundung der Tierwelt. Das Spiel folgt einem stetigen Rhythmus von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, in den unerwartete Handlungsstränge der Frontier-Welt eingebettet sind.
Lohnt sich das Spiel?
Rezensionen beschreiben Cattle Country als charmanten Vertreter des gemütlichen Farming-Genres mit einem unverwechselbaren Western-Einschlag. Auf Steam liegt die Bewertung bei „Sehr positiv" auf Basis mehrerer hundert Stimmen; gelobt wird vor allem die Mischung aus Routineaufgaben und Abenteuer-Elementen. Einige Spieler bemängeln gelegentliche Fehler und eine knappe Einführung, doch die meisten heben den befriedigenden Fortschritt und die Charakter-Interaktionen als Gründe für ein langes Spielvergnügen hervor.
Das Spiel richtet sich an Fans von Life-Sims, die leichte Kämpfe und narrative Quests mit dem Farmleben verbinden möchten. Ein umfangreiches Content-Update nach dem Release hat weitere Aktivitäten hinzugefügt. Verfügbar für den PC, eignet sich Cattle Country für alle, die ein selbstbestimmtes Frontier-Erlebnis ohne Wettbewerbsdruck suchen.