Day of Infamy ist ein First-Person-Shooter, der den Zweiten Weltkrieg mit realistischem Kampfgeschehen, Teamkoordination und objektbasierten Matches auf europäischen Schlachtfeldern in den Mittelpunkt stellt. Spieler wählen aus neun spezialisierten Klassen der US-Army, des britischen Commonwealth und der deutschen Wehrmacht, die jeweils eigene Rollen übernehmen und Kommunikation sowie Positionierung stärker belohnen als Einzelaktionen. Das Spielerlebnis setzt auf tödliche Schießereien, bei denen ein gezielter Schuss oft schon entscheidet, und kombiniert dies mit strategischen Aufgaben wie Gelände sichern, Ausrüstung zerstören und Schlüsselziele ausschalten, um die Frontlinie voranzutreiben.
Gameplay
Im Zentrum stehen neun Klassen, die eine klare Arbeitsteilung während der Matches fördern. Soldaten tragen authentische Ausrüstung ihrer Zeit und haben Zugriff auf mehr als sechzig Waffen - von Maschinenpistolen und Repetiergewehren bis hin zu schwereren Systemen wie Panzerabwehrwaffen und Flammenwerfern. Anpassungen wie Bajonette, Granatwerfer, verlängerte Magazine und Trageriemen verändern Handhabung und Wirkung je nach Situation.
Über die eigene Bewaffnung hinaus können Teams Artillerieunterstützung, Nebelwände oder Brandangriffe anfordern. Luftunterstützung durch Sturzkampfbomber und Raketenjäger lässt sich einsetzen, um den Verlauf einer Runde zu beeinflussen. Proximity-Voice-Chat ermöglicht es, dass nahe Spieler - auch Gegner - Gespräche hören, was Nahkämpfe zusätzlich spannend macht. Mit Funkrucksäcken ist auch eine weitreichendere Koordination über die Karte hinweg möglich.
Durch das Erreichen von Rängen lassen sich weitere Einheiten historischer Divisionen freischalten, darunter Luftlandetruppen oder Kommandoverbände. Die vierzehn Karten bilden unterschiedliche Schauplätze des Zweiten Weltkriegs ab - von Strandbefestigungen über zerstörte Dörfer und Stadtruinen bis hin zu winterlichen Wäldern - und unterstützen Infanteriekämpfe sowie Flankenmanöver.
Spielmodi
Sieben Mehrspielermodi stellen Teams in objektbasierte Szenarien, die koordinierte Angriffe und Verteidigungen erfordern. Manche Matches drehen sich um direkte Sturmangriffe auf befestigte Stellungen, andere um dynamische Frontverläufe, bei denen das Halten entscheidender Punkte über Sieg oder Niederlage entscheidet. Drei separate Koop-Modi lassen Gruppen gemeinsam gegen KI-Gegner antreten und dabei Stellungen halten oder Aufgaben unter anhaltendem Druck erfüllen.
Belohnt werden Spieler, die Ziele klar kommunizieren und sich auf die hohe Letalität der Waffen einstellen. Erfolg hängt oft davon ab, Deckung zu nutzen, Unterstützungsanfragen richtig zu timen und Klassen flexibel zu wechseln, um gegnerische Aufstellungen zu kontern - statt allein auf Treffsicherheit zu setzen.
Setting und Atmosphäre
Die vierzehn Level greifen reale europäische Kriegsschauplätze auf und versetzen Spieler in befestigte Strandabschnitte, verwüstete Ortschaften und bewaldete Gebiete, die Bewegung und Sichtlinien maßgeblich beeinflussen. Über achttausend Sprachausgaben mit authentischen Akzenten und einheitsspezifischen Dialogen von amerikanischen, britischen, deutschen und weiteren Commonwealth-Truppen sorgen für historische Stimmung, ohne die Immersion zu stören.
Über den Steam Workshop lässt sich der Spielumfang mit neuen Karten, Waffen-Varianten und Sound-Modifikationen erweitern. Diese Inhalte halten das Gameplay auch langfristig abwechslungsreich.
Lohnt sich das Spiel?
Day of Infamy richtet sich an Spieler, die taktische, teamorientierte Shooter gegenüber schnellen Arcade-Titeln bevorzugen. Klassenrollen, tödliche Begegnungen und objektbasierte Matches sorgen dafür, dass Koordination direkten Einfluss auf den Ausgang hat. Das Spiel ist weiterhin auf dem PC verfügbar und bietet dauerhaften Zugriff auf Community-Inhalte, die auch Jahre nach dem Release für Abwechslung sorgen.
Wer authentischen Infanteriekampf des Zweiten Weltkriegs und taktische Gruppenmechaniken sucht, wird die Systeme vor allem im Zusammenspiel mit anderen, die Ziele priorisieren, als lohnend empfinden. Vor dem Kauf sollte die Hardware-Kompatibilität geprüft werden, da bestimmte neuere Betriebssysteme den Start verhindern können. Insgesamt bietet Day of Infamy ein fokussiertes Erlebnis für Fans von Hardcore-Multiplayer und Koop-Szenarien, weniger für Spieler, die breite Zugänglichkeit suchen.