Dead in Antares ist ein rundenbasiertes Survival-Management-Spiel mit RPG-Elementen, das auf einem fremden Planeten spielt. Die Spieler übernehmen eine feste Crew aus zehn Spezialisten, deren Schiff nach dem Durchflug durch ein unerwartetes Wurmloch abstürzt. Sie müssen eine nachhaltige Basis errichten, die Geheimnisse des Planeten erforschen und einen Weg zurück nach Hause finden.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die tägliche Aufgabenverteilung für die Crew. Jede Person kann bis zu zwei Aktivitäten pro Tag übernehmen - etwa Nahrung und Wasser beschaffen, Energie erzeugen oder auf steigende Bedürfnisse wie Erschöpfung und psychische Belastung reagieren. Alle Systeme sind miteinander verknüpft, sodass sich Vernachlässigungen schnell auf andere Bereiche auswirken und zu Kettenreaktionen im gesamten Lager führen können.
Zu Beginn steht nur das Wrack des Schiffs zur Verfügung, das nach und nach zu einer funktionsfähigen Basis ausgebaut wird. Dazu gehören Reparaturen, die Optimierung der Energieverteilung und die Herstellung von Upgrades an den Werkbänken. Das Fortschrittssystem umfasst Charakterlevel, Eigenschaften und Fertigkeiten, die sowohl die Verwaltungseffizienz als auch die Kampfleistung beeinflussen. Bei Erkundungen durchstreift die Crew unterschiedliche Gebiete wie Dschungel, vulkanische Wüsten und Kristallwälder, sammelt Ressourcen und betreibt Forschung, um mehr über die Welt zu erfahren.
Kämpfe finden in rundenbasierten Begegnungen gegen feindliche Kräfte statt. Die Schlachten spielen sich auf einem 2x3-Feld ab, bei dem drei Crew-Mitglieder drei Gegnern gegenüberstehen. Die Positionierung bestimmt, welche Fähigkeiten einsetzbar sind und welche Risiken beim Zielen bestehen. Über sechzig Fertigkeiten können erlernt werden, und jeder Charakter erhält eine einzigartige Power-Surge-Fähigkeit, die den Kampfverlauf entscheidend verändern kann. Mit wachsenden Gegnerwerten wird der gezielte Einsatz von Buffs, Debuffs und Positionierung immer wichtiger.
Beziehungen zwischen den Charakteren entfalten sich über mehr als 135 einzigartige Dialoge, die durch bestimmte Paarungen ausgelöst werden. Die Interaktionen entwickeln sich von grundlegendem Respekt hin zu komplexen Bindungen, wobei Entscheidungen Freundschaften, Rivalitäten oder Verrat hervorrufen können - mit direkten Auswirkungen auf die Handlung.
Spielmodi
Das Spiel bietet vier Schwierigkeitsstufen, die Ressourcenknappheit, Gegnerstärke und den allgemeinen Schwierigkeitsgrad anpassen. Eine fünfte Option namens True Captain Mode sorgt für eine noch strengere Erfahrung bei maximaler Spannung. Alle Modi folgen derselben Einzelspieler-Struktur mit einer durchgehenden Kampagne und der festen Crew aus zehn Charakteren.
Der Handlungsverlauf bleibt über alle Durchgänge hinweg gleich und legt den Fokus auf narrative Entscheidungen statt auf prozedurale Variation. Stirbt ein Crew-Mitglied, endet der Versuch und fordert eine sorgfältige Planung während des gesamten Spiels.
Handlung und Welt
Die Erde steht vor dem Kollaps, was die verzweifelte Mission auslöst, die die Crew auf Antares Prime stranden lässt. Zwei einheimische Fraktionen liefern sich seit Langem einen Konflikt: Eine ist tief mit dem Ökosystem verbunden und nutzt Exoskelette sowie Anpassungsstrategien, die andere stammt von einem alten Absturz ab und verlässt sich auf veraltete Technik und rohe Gewalt. Die Interaktionen mit beiden Gruppen enthüllen vielschichtige Hintergründe und zwingen zu Entscheidungen, die die Crew-Dynamik und mehrere mögliche Enden beeinflussen.
Die handgezeichneten 2D-Umgebungen zeigen die Schönheit des Planeten ebenso wie seine Gefahren. Forschungsaktivitäten decken nach und nach verborgene Hintergrundgeschichten über die Welt und die Umstände des Absturzes auf und verbinden Überlebensaspekte mit investigativen Elementen.
Lohnt sich das Spiel?
Dead in Antares bietet ein fokussiertes Einzelspieler-Erlebnis mit eng verzahntem Ressourcenmanagement, Charakterentwicklung und taktischem Kampf. Die feste Besetzung aus zehn Charakteren mit individuellen Eigenschaften und Beziehungssystemen sorgt für eine konsistente narrative Belohnung über mehrere Durchgänge hinweg. Rezensionen loben vor allem die Zufriedenheit, ein stabiles Lager zu halten, und das Gewicht der Entscheidungen, die Allianzen oder Konflikte prägen.
Auf Steam liegt die Bewertung bei „Größtenteils positiv" basierend auf 181 Bewertungen. Das Spiel richtet sich an Spieler, die ein bedächtiges Tempo, detaillierte Crew-Verwaltung und verzweigte Handlungsstränge schätzen - statt schnellem Action oder hoher Wiederspielbarkeit. Wer bereits frühere Teile der Serie kennt, wird die verfeinerten Management-Mechaniken wiedererkennen, während Neueinsteiger das Spiel als eigenständigen Titel angehen können. Die Verfügbarkeit auf dem PC macht es für alle zugänglich, die Survival-Strategie mit RPG-Tiefe suchen.