Disciples: Liberation ist ein düsteres Fantasy-Strategie-RPG mit rundenbasierten Kämpfen für den PC. Im kriegszerstörten Nevendaar geht es darum, das Land zu befreien und dabei ein Netz aus politischen Bündnissen, Ressourcenmanagement und taktischen Gefechten zu durchschreiten, deren Ausgang von den getroffenen Entscheidungen abhängt.
Gameplay
Die Spielschleife verbindet Erkundung der Weltkarte mit Basisbau und Truppenführung. Zu Beginn wählt man aus vier Klassen, deren Fähigkeiten Rolle und Entwicklung im Kampf maßgeblich beeinflussen. Eine zentrale Zuflucht dient als Planungszentrale, in der gesammelte Ressourcen Ausbauten und neue Gebäude finanzieren. Rekrutierung aus verschiedenen Fraktionen ermöglicht es, Armeen nach eigenem Taktikstil zusammenzustellen. Die rundenbasierten Schlachten spielen sich auf detaillierten Feldern ab, bei denen Positionierung, Zauber und Synergien zwischen Einheiten entscheidend sind. Bossgegner erfordern gezielte Gegenmaßnahmen wie das Ausnutzen von Schwächen oder das Verwalten von Status-Effekten, während politische Entscheidungen Rekrutierungsmöglichkeiten und Handlungsstränge beeinflussen.
Auf der Weltkarte werden versteckte Orte, Schätze und Aufgaben entdeckt, die in die übergreifende Geschichte einfließen. Ressourcenbeschaffung und Fraktionsausrichtung eröffnen zusätzliche Optionen, bergen aber auch Konfliktpotenzial. Das System legt Wert auf Konsequenzen: Entscheidungen verändern Bündnisse und verfügbare Wege, ohne den Spieler auf einen bestimmten Stil festzulegen.
Spielmodi
Im Mittelpunkt steht eine Einzelspieler-Kampagne in drei Akten. Über 270 Quests und Ziele führen zu einem von fünf möglichen Enden, je nach getroffenen Entscheidungen. Erkundung und Basisbau sind fest in diesen Modus integriert und belohnen gründliches Vorgehen.
Ein separater Online-Skirmish-Modus für zwei Spieler ermöglicht direkte Konfrontationen. Teilnehmer bauen ihre Streitkräfte aus rekrutierten Einheiten auf und messen sich in taktischen Duellen, unabhängig von der Kampagne.
Fraktionen und Fortschritt
Zur Auswahl stehen das vom religiösen Extremismus geprägte Menschenreich, untote Heerscharen unter einer wahnsinnigen Königin, elfische Clans, Legionen der Verdammten sowie Rebellengruppen gegen die imperiale Herrschaft. Jede Fraktion bietet eigene Einheiten und Erzählstränge, die sich verfolgen oder kombinieren lassen. Der Fortschritt umfasst das Leveln der Hauptfigur und rekrutierter Verbündeter sowie das Freischalten von Fertigkeiten, die sowohl individuelle als auch gruppentaktische Leistungen verbessern. Der Basisausbau unterstützt unterschiedliche Spielweisen - von aggressivem Kampf bis hin zu diplomatisch geprägter Ressourcenstrategie.
Lohnt sich das Spiel?
Disciples: Liberation richtet sich an Spieler, die entscheidungsbasierte Geschichten mit taktischen Kämpfen und Basisverwaltung verbinden möchten. Die Kampagnenlänge bietet ausgedehnte Sitzungen, während verzweigte Pfade und mehrere Enden zum erneuten Spielen einladen. Die Resonanz ist überwiegend positiv, vor allem hinsichtlich Kampftiefe und Fraktionsinteraktionen; vereinzelt werden jedoch Unstimmigkeiten in Schreibstil und Tempo kritisiert. Das Spiel erscheint als abgeschlossenes Paket ohne laufende Saisoninhalte und eignet sich daher für alle, die ein in sich geschlossenes Strategie-RPG mit Fokus auf Einzelspieler-Tiefe und optionalem Mehrspieler-Modus suchen.
- Rundenbasierte Kämpfe legen Wert auf Positionierung und Einheitenvielfalt
- Basisbau ist eng mit Ressourcen- und Politiksystemen verknüpft
- Die Kampagne bietet über drei Akte hinweg zahlreiche Quests
- Der Skirmish-Modus ermöglicht kompetitive 2-Spieler-Matches