Grow Up ist ein Einzelspieler-Adventure-Platformer, in dem man als kleiner Roboter BUD durch eine farbenfrohe Alienwelt streift, um die verstreuten Teile des Mutterschiffs MOM wieder zusammenzufügen. Statt Kampf oder komplexer Handlung steht die freie Erkundung im Mittelpunkt, bei der man mit pflanzenbasierten Fähigkeiten und Bewegungswerkzeugen kreative Wege finden muss. Als Indie-Titel für den PC erschienen, setzt das Spiel auf Kletter- und Wachstumsmechaniken in einer offenen Umgebung mit einzigartiger Flora und schwebenden Landmassen.
Gameplay
Im Zentrum steht das Durchqueren der Planetenoberfläche, um die Schiffsteile von MOM zu finden. BUD beginnt mit einfachen Kletterfähigkeiten und erhält nach und nach neue Werkzeuge, die die Fortbewegung erweitern. Als Ball rollend lassen sich Strecken schneller zurücklegen, mit Sprung- und Boost-Effekten, während der Gleiter kontrollierte Flüge zwischen Inseln und höher gelegene Aussichtspunkte ermöglicht. Die Systeme laden dazu ein, mit Schwung und Positionierung zu experimentieren, um entlegene Gebiete effizient zu erreichen.
Ein zentrales System bilden die Pflanzenmechaniken. Mit dem Floradex 3000 scannt man verschiedene Floraformen und speichert ihre Eigenschaften, um anschließend Samen überall auszusäen und so temporäre Plattformen, Sprungflächen oder schwebende Konstruktionen zu erzeugen. Jede Pflanzenart bringt eigene Effekte mit sich, etwa katapultartige Abschüsse oder stabile Kletterflächen. Riesige Starplants tragen BUD in die Höhe und eröffnen neue vertikale Wege. Über die Welt verteilte Ability-Kapseln gewähren Upgrades wie verbessertes Gleiten oder Düsenantrieb, die sich durch das Sammeln von Kristallen weiter verbessern lassen. So entsteht ein physikbasiertes Sandbox-Erlebnis, in dem die Interaktion mit der Umgebung den Fortschritt bestimmt.
Game Modes
Grow Up ist ausschließlich als Einzelspieler-Erfahrung konzipiert und bietet weder Multiplayer noch separate Wettbewerbsmodi. Der gesamte Inhalt spielt sich in einer zusammenhängenden offenen Welt ab, deren Hauptziel das Einsammeln der Schiffsteile ist. Als optionale Nebenaktivitäten gibt es zeitlich begrenzte Herausforderungen, bei denen man durch eine Abfolge von Checkpoints navigieren muss, um kosmetische Anzüge freizuschalten, die das Aussehen und kleinere Eigenschaften von BUD verändern. Diese Elemente sind nahtlos in die Erkundung eingebunden und erzeugen keine eigenständigen Spielmodi oder verzweigten Kampagnen.
Exploration and Progression
Die fremde Welt mit ihrer dichten Vegetation, schwebenden Inseln und unterschiedlichen Biomen bildet das zentrale Setting und belohnt gründliches Suchen. Der Begleiter POD hilft dabei, Ziele zu lokalisieren, und hebt zugleich die vielfältige Pflanzenwelt hervor. Der Fortschritt ist eng an Entdeckungen geknüpft: Neue Pflanzen erweitern die kreativen Möglichkeiten, und gesammelte Kristalle verbessern bestehende Fähigkeiten. Die Struktur unterstützt freies Umherstreifen, wobei die Schiffsteile als Meilensteine fungieren und nach und nach weitere Bereiche der Karte sowie ihre Geheimnisse freischalten. Es gibt weder prozedurale Generierung noch jahreszeitliche Veränderungen - die Welt bleibt statisch.
Is It Worth Playing?
Grow Up bietet ein fokussiertes Erkundungserlebnis für Spieler, die physikbasiertes Platforming und leichte Rätselmechaniken schätzen, statt Action oder tiefgehender Story. Die positive Resonanz auf Steam mit rund 92 Prozent Zustimmung aus knapp 1.800 Bewertungen spiegelt die Wertschätzung für die charmanten Mechaniken und das Entdeckungsgefühl wider. Das Spiel ist weiterhin auf dem PC verfügbar, ohne laufende Updates oder saisonale Inhalte, und bewahrt damit sein ursprüngliches Design aus dem Jahr 2016 als kompaktes Adventure. Wer skurrile Bewegungssysteme und pflanzenbasierte Gameplay-Elemente mag, wird hier besonders in kürzeren Sitzungen mit kreativen Möglichkeiten in einer in sich geschlossenen Welt fündig. Fans ähnlicher Kletter- oder Wachstumsspiele können die erweiterten Fähigkeiten und den größeren Maßstab als spannenden Schritt nach vorn erleben.