Hands of Necromancy II ist ein actiongeladener Indie-First-Person-Shooter in einer düsteren Fantasy-Welt. Spieler steuern entweder den zurückkehrenden Nekromanten oder eine neue weibliche Figur, beide mit eigenen Waffen, Zaubern und Verwandlungsfähigkeiten ausgestattet. Die Schauplätze laden zum Erkunden weitläufiger Level ein, die von Gegnern, Geheimnissen und Umweltgefahren bevölkert sind - und mit Nekromantie lassen sich gefallene Feinde als Verbündete erwecken.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht ein rasantes Kampfgefühl, das mit rätselartiger Navigation und Ressourcenmanagement verknüpft ist. Die Bewegung wirkt schnell, aber leicht schwebend; Nah- und Fernangriffe müssen in den ersten Abschnitten noch aufgeladen werden. Gesundheitsgegenstände sammeln, Sturzschäden vermeiden und Schlüssel für den Fortschritt finden - all das gehört zum linearen, aber labyrinthischen Leveldesign. Zerstörbare Elemente wie brennbare Bäume, explodierende Fässer, zerbrechliche Vasen und Fenster sorgen für zusätzliche Tiefe, während neue Fallen präzises Positionieren verlangen.
Im Kampf kommen verzauberte Waffen und Zauber zum Einsatz. Bekannte Fähigkeiten wie der Tornado-Zauber, der Gegner in die Luft schleudert, der Eisring, der Ziele einfriert, und die Unheilige Handgranate für Flächenschaden kehren zurück. Die neue Figur bringt einen lebensraubenden Dolch, ein Feuerarmband mit Projektilen und eine Höllengranate mit, die in kleinere Explosionen zerfällt. Das verbesserte Nekromantie-System ermöglicht es, besiegte Feinde als Kämpfer an die eigene Seite zu holen und ganze Gegnerhorden gegen ihre früheren Verbündeten zu wenden.
Mit wachsender Macht schalten die Charaktere monströse Verwandlungen frei, die eigene Angriffsoptionen und Bewegungsvorteile bieten. Diese Formen erlauben das Passieren enger Spalten, das Atmen unter Wasser, das Laufen über Lava oder das Fliegen. Jede Spielfigur verfügt über unterschiedliche Fähigkeiten, was mehrere Durchgänge lohnenswert macht, um dieselben Level auf verschiedene Weise zu meistern.
Vierundzwanzig Level in drei Kapiteln führen durch unterschiedliche Umgebungen - von alten Burgen über trockene Wüsten und malerische Dörfer bis hin zu düsteren Höhlen. Sechsundzwanzig Gegnertypen bevölkern diese Gebiete, von einfachen Bedrohungen bis hin zu komplexen Feinden, die gezielte Taktiken erfordern. Vier Endbosse fordern das Beherrschen von Waffen, Zaubern und Verwandlungen in anspruchsvollen Kämpfen.
Spielmodi
Das Spiel ist rein auf den Einzelspieler ausgelegt und enthält keine Mehrspieler-Komponenten. Der Fortschritt folgt einer Kampagne, die in drei Episoden unterteilt ist und nach einem optionalen Tutorial ausgewählt werden kann. Jede Episode besteht aus mehreren Abschnitten, die Erkundung, Kampf und das Zurückverfolgen verbundener Wege in den Vordergrund stellen.
Vor dem Start lässt sich die Schwierigkeit wählen: Lehrling, Erfahren oder Meister. Diese Einstellungen beeinflussen Aggressivität und Schaden der Gegner sowie die Verfügbarkeit von Ressourcen, ohne die Kernmechaniken zu verändern. Eine Zufalls-Episoden-Option richtet sich an Spieler, die weniger Entscheidungen im Vorfeld treffen möchten.
Versteckte Geheimnisse belohnen gründliches Suchen, während Umweltinteraktionen wie brennbare Objekte kreative Lösungen in Kampfsequenzen ermöglichen. Die Struktur fördert die Wiederspielbarkeit vor allem durch Charakterwahl und Schwierigkeitsanpassung, nicht durch separate Modi.
Erkundung und Fortschritt
Die Level laden zum Zurückverfolgen und Entdecken ein, wobei Gegner den Spieler aktiv über offene Flächen verfolgen. Verwandlungen dienen sowohl im Kampf als auch bei der Navigation und eröffnen Abkürzungen oder umgehen Hindernisse, die sonst den Weg blockieren würden. Die beiden Charaktere bieten unterschiedliche Erlebnisse, da ihre einzigartigen Arsenale und Monsterformen den Umgang mit denselben Umgebungen und Gegnergruppen verändern.
Die Machtentwicklung ist direkt an den Abschluss von Leveln und das Sammeln von Gegenständen gekoppelt und schaltet stufenweise stärkere Zauber und Formen frei. Dieses System belohnt das Ausprobieren verschiedener Verwandlungen sowohl in Kämpfen als auch bei Erkundungspassagen.
Lohnt sich das Spiel?
Hands of Necromancy II bietet ein fokussiertes Einzelspieler-Erlebnis für Fans klassischer First-Person-Shooter mit magischen Elementen. Die Kombination aus Nekromantie-Mechaniken, charakterspezifischen Fähigkeiten und detailliertem Leveldesign schafft spannende Schleifen aus Kampf und Entdeckung. Auf Steam wird das Spiel mit „Sehr positiv" bewertet, wobei Nutzer vor allem die atmosphärischen Level und das befriedigende Fortschrittssystem hervorheben.
Das Spiel richtet sich an Spieler, die kampagnenlastige Titel mit viel Erkundung, Zurückverfolgen und Geheimnissuche schätzen. Der Indie-Umfang hält den Inhalt kompakt, mit klarem Anfang und Ende über die drei Kapitel hinweg. Wer schnelle Action mit strategischem Beschwören und Gestaltwandeln sucht, findet hier ein lohnendes System ohne unnötige Komplexität.