Prince of Persia: Warrior Within ist ein Action-Adventure, in dem Spieler den Prinzen durch eine verfluchte Insel führen und dabei dem unsterblichen Verfolger Dahaka entkommen müssen. Das Spiel erweitert den Vorgänger um tiefere Kampfsysteme und zeitbasierte Mechaniken, die sowohl Fortbewegung als auch Begegnungen beeinflussen. Die Handlung spielt in verfallenen und wiederhergestellten Versionen derselben Orte und legt den Schwerpunkt auf präzises Platforming, Nahkämpfe und den strategischen Einsatz von Umgebungsgefahren.
Gameplay
Im Zentrum steht die Erkundung einer nichtlinearen Insel-Festung. Spieler laufen über bröckelnde Bauwerke, umgehen Fallen und liefern sich Nahkämpfe. Parkour-Elemente wie Wandläufe, Sprünge und Klettereien verbinden verschiedene Bereiche und erfordern oft, bereits besuchte Orte in veränderten Zeitphasen erneut aufzusuchen. Zeitportale wechseln die Umgebung zwischen einer verfallenen Gegenwart und einer lebendigen Vergangenheit, wodurch neue Wege entstehen oder versteckte Routen freigelegt werden.
Das Kampfgeschehen basiert auf dem Free-Form Fighting System, das Zweihandwaffen erlaubt und Angriffe mit Wänden, Gegnerpositionen und aufgesammelten Objekten kombiniert. Sekundärwaffen können geworfen werden, um Druck aus der Distanz aufzubauen, bevor man zu einer anderen Waffe wechselt. Zeitmanipulationen wirken auch im Kampf und ermöglichen Verlangsamungen oder Rückspulungen, die gegen Gruppen oder in Bosssequenzen entscheidend sind. In manchen Abschnitten muss der Prinz den Dahaka in schnellen Verfolgungsjagden durch fallengespickte Gänge entkommen.
Versteckte Bereiche bieten zusätzliche Lebenspunkte und besondere Waffen und belohnen gründliches Suchen. Das System setzt auf Experimentieren mit Kombos und Positionierung statt auf feste Angriffsfolgen.
Spielmodi
Das Spiel besteht aus einer einzigen, durchgehenden Kampagne ohne Mehrspieler- oder Wettbewerbsmodi. Der Fortschritt folgt der Reise des Prinzen über die Insel, wobei Zeitreisen verzweigte Pfade erzeugen, die Routen, Gegnerplatzierungen und Handlungsverläufe beeinflussen. Unterschiedliche Enden lassen sich erreichen, indem bestimmte Gegenstände gesammelt und der Dahaka mit einer verborgenen Waffe direkt konfrontiert werden.
Erkundung bleibt der zentrale Aspekt: Das erneute Betreten von Orten in alternativen Zeitphasen verändert Handlungsdetails, Bewohner und Hindernisse. Dadurch ergeben sich mehrere Durchspiele, um alle Waffen und Upgrades zu finden, ohne das grundlegende Einzelspieler-Konzept zu verändern.
Handlung und Welt
Die Geschichte begleitet den Prinzen bei seinem Versuch, einem vorherbestimmten Tod zu entgehen, indem er Ereignisse auf der von der Kaiserin beherrschten Insel verändert. Unter ihrem Einfluss stehen Heerscharen monströser Kreaturen, die die unterweltartigen Gebiete bevölkern. Der düstere, atmosphärische Ton unterscheidet sich vom Vorgänger durch stärkere Betonung von Kampf und reiferen Themen.
Zeitreisen fungiert sowohl als Spielmechanik als auch als Erzählinstrument: Handlungen in der Vergangenheit verändern den gegenwärtigen Zustand der Insel und erzeugen spürbare Konsequenzen für Umgebungen und Begegnungen.
Lohnt sich das Spiel?
Spieler, die präzises Platforming mit ausdrucksstarkem Nahkampf verbinden möchten, werden feststellen, dass die Mechaniken auch Jahrzehnte später überzeugen. Die nichtlineare Struktur und die Zeitverschiebungen sorgen für Wiederspielwert durch alternative Enden und versteckte Sammlerstücke. Langjährige Fans heben vor allem die Kampftiefe und die atmosphärische Welt als herausragende Merkmale hervor.
Das Spiel ist weiterhin auf PC-Plattformen verfügbar und wird in der Community noch immer diskutiert. Wer ein fokussiertes Einzelspieler-Action-Adventure mit starkem Schwerpunkt auf Bewegung und Kampf sucht, wird die Erfahrung schätzen - besonders, wenn Erkundung wichtiger ist als lineare Erzählung. Einsteiger können hier mit einer in sich abgeschlossenen Kampagne und einem verfeinerten Kampfsystem starten.