Ritual: Crown of Horns ist ein Top-Down-Action-Shooter, der Horde-Defense-Elemente mit einem ungewöhnlichen Western-Setting verbindet. Spieler steuern einen wiedererweckten Kopfgeldjäger, der sich mit einer Hexe verbündet, um in kurzen, intensiven Missionen Wellen von Feinden abzuwehren - in einer alternativen Version des 19. Jahrhunderts, die von dämonischen Bedrohungen heimgesucht wird.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der Schutz der Hexe, während sie ein zeitlich begrenztes Ritual durchführt und Gegner aus allen Richtungen angreifen. Die Steuerung reagiert präzise, egal ob per Tastatur und Maus oder Controller, und das Auto-Zielsystem belohnt gezieltes Schießen statt Dauerfeuer. Zur Verfügung stehen verschiedene Waffen wie Schrotflinten, Revolver, Gewehre und Armbrüste, die je nach Gegnertyp und Entfernung unterschiedliche Vorteile bieten. Zauber erweitern die taktischen Möglichkeiten, indem sie Gruppen von Feinden ausschalten oder die Position im Kampf verändern - oft auf Kosten einer Ressource wie Seelen.
Im Verlauf der Partie lassen sich neue Waffen, Zauber und Ausrüstungsteile durch Missionsbelohnungen oder beim Händler freischalten. Umhänge, Kapuzen und Amulette können in Ausrüstungsplätze eingesetzt werden und verleihen Boni, die den Kampfstil verändern. Jede Arena besitzt eigene Layouts und Gegnerwellen, die vor allem durch das Erkennen von Spawn-Punkten und optimale Bewegung belohnt werden. Der Gothic-Horror-Stil verbindet staubige Western-Städte mit grotesken übernatürlichen Elementen und sorgt für eine einheitliche visuelle Atmosphäre.
Game Modes
Das Spiel besteht ausschließlich aus eigenständigen Missionen. In jeder Mission befindet sich der Spieler in einer begrenzten Arena und muss überleben, bis die Hexe ihr Ritual abgeschlossen hat. Manche Missionen verlängern die Zeit oder fügen Umweltgefahren hinzu, bleiben aber stets auf das Wellenabwehren fokussiert. Es gibt weder Multiplayer-Modi noch endlose Survival-Optionen - jede Session dreht sich um das Abschließen dieser einzelnen Herausforderungen.
Die Missionen werden über eine Karte des Weird West ausgewählt, was eine gewisse Freiheit bei Reihenfolge und Vorbereitung ermöglicht. Erfolgreich abgeschlossene Aufträge schalten weitere Missionen und Upgrades frei und laden dazu ein, Taktiken zu verfeinern und Ressourcen für stärkere Builds zu sammeln.
Story and Setting
Die Geschichte beginnt mit einem Gesetzeshüter, der von gehörnten Kultisten ermordet wird, während er eine Hexe verfolgt. Durch ihre Magie wiederbelebt, geht er mit ihr eine widerwillige Allianz ein, um die Kräfte hinter seinem Tod zu zerschlagen. Die Missionen führen das Duo durch ein alternatives Amerika, wo sie auf hirngewaschene Anhänger, legendäre Kreaturen und mechanische Schrecken treffen. Die Handlung wird über kurze Briefings und Umgebungsdetails erzählt, ohne lange Zwischensequenzen, und bleibt dadurch auf das Action-Erlebnis konzentriert.
Is It Worth Playing?
Ritual: Crown of Horns richtet sich an Spieler, die präzise, skillbasierte Top-Down-Shooter mit kurzen, wiederholbaren Sessions suchen. Die hohe Schwierigkeit erfordert genaues Positionieren und Ressourcenmanagement - was Gelegenheitsspieler abschrecken kann, aber Meisterschaft belohnt. Die Resonanz war gemischt: Gelobt wurden Atmosphäre und Waffen-Handling, kritisiert wurde die Wiederholung in späteren Abschnitten. Als abgeschlossenes Indie-Spiel von 2019 ohne weitere Updates bietet es ein in sich geschlossenes Erlebnis, das vor allem Fans von arkadenartiger Horde-Defense in einem eigenwilligen Setting anspricht. Wer gezieltes Zielen und das Experimentieren mit Builds schätzt, wird hier den meisten Spaß haben.