Shadows: Heretic Kingdoms ist ein isometrisches Action-RPG für den PC, in dem Spieler die Rolle eines einzigartigen dämonischen Protagonisten übernehmen - dem Devourer. Das Spiel setzt die Handlung zwei Jahrzehnte nach den vorangegangenen Ereignissen fort und dreht sich um Rache, Seelenmanipulation und moralische Grauzonen in einer Welt voller Mythen, legendärer Kreaturen und verborgener Orden.
Gameplay
Im Kampf übernimmt der Devourer Seelen besiegter Gegner und erweckt sie als steuerbare Marionetten wieder zum Leben. Spieler wechseln nahtlos zwischen dem Devourer und bis zu drei Begleitern, deren unterschiedliche Fähigkeiten taktische Tiefe schaffen. Das System lädt dazu ein, verschiedene Charakterkombinationen und Kampfstile auszuprobieren, die sich aus den absorbierten Seelen ergeben.
Die Erkundung erstreckt sich über zwei miteinander verbundene Welten. In der sterblichen Welt stehen Quests und Begegnungen mit Fraktionen und Bewohnern im Mittelpunkt, während die Schattenwelt düstere Gebiete mit weiteren Feinden und Rätseln bereithält. Der Wechsel zwischen den Welten ist zentral, da Handlungen in der einen Einfluss auf Zugänge oder Ereignisse in der anderen haben.
Fortschritt ergibt sich aus Quest-Abschlüssen und dem Sammeln von Seelen, wodurch sich das verfügbare Marionetten-Arsenal erweitert und die Fähigkeiten des Devourers weiterentwickeln. Begegnungen mit fantastischen Kreaturen erfordern jeweils angepasste Taktiken und belohnen Flexibilität statt wiederholtes Einsetzen derselben Fertigkeiten.
Spielmodi
Das Spiel besteht aus einer Einzelspieler-Kampagne, die auf narrativem Fortschritt und spielerischen Entscheidungen basiert. Diese beeinflussen Allianzen, Quest-Ausgänge und die Gesamtrichtung - hin zu Ausgleich oder zunehmendem Chaos. Es gibt keine separaten Mehrspieler- oder Koop-Modi, sodass der Fokus auf der alleinigen Reise durch die Hauptgeschichte und ihre Verzweigungen liegt.
Optionale Nebenquests sind in die Kampagne integriert und bieten zusätzliche Gelegenheiten, Seelen zu sammeln, Hintergrundwissen zu entdecken und die Gruppenzusammenstellung zu verfeinern. Sie unterstützen das zentrale Entscheidungssystem, ohne in separate Spielformen abzudriften.
Handlung und Setting
Nach dem Mord an vier Mitgliedern des Geheimbundes Penta Nera geraten deren Seelen unter den Einfluss von Devourern und bilden eine korrumpierte Version des Ordens, die das Land bedroht. Das fünfte, überlebende Mitglied ruft einen besonderen Devourer herbei, der mehrere Seelen gleichzeitig beherrschen kann - eine Macht, die jedoch mit Instabilität und sich verändernden Persönlichkeitsmerkmalen einhergeht.
Die Welt verbindet klassische Fantasy-Elemente mit moralischen Ambivalenzen, in der legendäre Wesen und alte Schicksale auf die Entscheidungen des Spielers treffen. Diese können zu sehr unterschiedlichen Ausgängen führen, je nachdem, ob der Devourer die Bedrohung abwendet oder zur weiteren Zerstörung beiträgt.
Lohnt sich das Spiel?
Shadows: Heretic Kingdoms richtet sich an Spieler, die klassische isometrische Action-RPGs mit Gruppenmanagement und gewichtigen Entscheidungen schätzen. Das Marionettensystem und die Erkundung zweier Welten schaffen mechanische Besonderheiten, die das Spiel von gängigen Vertretern des Genres abheben. Es eignet sich für alle, die mit älteren Steuerungskonzepten und einem Fokus auf Geschichte und taktisches Kämpfen umgehen können.
Die Rezeption lobt die Stärke der Grundidee und das fesselnde Marionetten-System, erwähnt jedoch gelegentliche Unzulänglichkeiten bei der Reaktionsfähigkeit in längeren Sitzungen. Als abgeschlossenes Einzelspieler-Erlebnis ohne laufende Inhalte oder Pflicht-Updates bleibt es eine eigenständige Option für alle, die sich für diese Kombination aus Seelenabsorption und entscheidungsbasierter Entwicklung interessieren.
- Kernschleife basiert auf Seelenabsorption, Marionettensteuerung und Wechsel zwischen den Welten
- Verzweigte Handlung durch Spielerentscheidungen
- Fokus auf Einzelspieler-Story und Nebenquests