Astria Ascending ist ein rundenbasiertes RPG für den PC und weitere Plattformen. Die Spieler übernehmen eine Gruppe von Halbgöttern, die die Welt Orcanon vor Wesen namens Noises beschützen müssen. Im Mittelpunkt steht eine lineare Geschichte, die sich über mehrere Kapitel erstreckt und mit Erkundung, Kämpfen sowie einem strategisch ausgerichteten Charakterentwicklungssystem verbunden ist.
Gameplay
Im Zentrum steht die Erkundung handgezeichneter Umgebungen, rundenbasierte Kämpfe und ein klassenbasiertes Fortschrittssystem. In den Gefechten sammelt man durch das Ausnutzen von Gegnerschwächen sogenannte Focus Points, die stärkere Folgeangriffe oder Zauber ermöglichen. Werden diese Punkte durch gegnerische Resistenzen abgebaut, muss man die Taktik anpassen. Bis zu vier Charaktere können gleichzeitig kämpfen, wobei der aktive Trupp jederzeit gewechselt werden kann.
Die Charaktere lassen sich durch mehrere Job-Ebenen anpassen: Basis-Job, Haupt-Job, Neben-Job und Support-Job. Jeder Job verfügt über einen eigenen Skill-Baum, dessen Fähigkeiten nach und nach freigeschaltet werden. Dadurch entstehen vielfältige Kombinationsmöglichkeiten, die sich für unterschiedliche Spielweisen optimieren lassen. In manchen Abschnitten lockern Puzzle- und Platforming-Elemente das klassische RPG-Gefühl auf und erfordern präzise Bewegungen sowie Interaktion mit der Umgebung.
Optionale Nebenquests erweitern den Kontext der Welt und ihrer Bewohner. Viele davon bestehen aus Kämpfen oder einfachen Aufgaben, wobei sich einige Muster wiederholen. Optisch setzt das Spiel auf detaillierte 2D-Grafik mit einem durchgängigen Aquarell-Look bei Hintergründen und Charakter-Sprites.
Spielmodi
Das Spiel ist als reine Singleplayer-Kampagne konzipiert, in der die Hauptgeschichte Kapitel für Kapitel voranschreitet. Dabei steuert man die Zusammensetzung der Gruppe und verwaltet Ressourcen. Kämpfe finden sowohl in festgelegten Sequenzen als auch während der freien Erkundung statt, wobei optionale Begegnungen in Dungeons und der Weltkarte vorkommen.
Neben dem linearen Fortschritt bieten Dungeon-Abschnitte zusätzliche Platforming-Herausforderungen. Nebenquests dienen als ergänzende Spielweise, um Beziehungen zwischen den Charakteren zu vertiefen und Ressourcen zu sammeln, ohne den Hauptverlauf zu beeinflussen. Multiplayer-Elemente gibt es nicht - der Fokus liegt ausschließlich auf dem Solo-Erlebnis und der Beherrschung der Systeme.
Story and World
Die Geschichte begleitet die Halbgötter bei ihrem Kampf gegen Bedrohungen ihrer Welt und legt Wert auf emotionale Spannungen sowie die Beziehungen innerhalb der Gruppe. Welt-Details werden vor allem über Dialoge, Quest-Abschlüsse und Umgebungsbeschreibungen vermittelt. Das Setting orientiert sich an klassischen JRPG-Elementen, ergänzt durch eigene Ideen rund um die Halbgötter und die Noises.
Neue Jobs und Fähigkeiten werden direkt an den Fortschritt der Geschichte gekoppelt. Dadurch bleibt das Spiel kohärent, ohne dass Vorkenntnisse anderer Titel nötig sind.
Lohnt es sich?
Die Resonanz lobt vor allem das Kampfsystem und die künstlerische Gestaltung, während das Tempo, die Sprachausgabe und gelegentliche Wiederholungen kritisiert werden. Die Focus-Point-Mechanik bringt spürbare taktische Entscheidungen in die rundenbasierten Kämpfe und spricht Spieler an, die Schwächen analysieren und Momentum aufbauen möchten. Wer Wert auf Job-Anpassung und Skill-Baum-Experimente legt, findet hier umfangreiche Möglichkeiten zur Truppenplanung.
Das Spiel richtet sich an Fans klassischer Singleplayer-RPGs, die visuellen Stil und taktische Kämpfe höher bewerten als offene Welten oder kontinuierliche Inhaltsupdates. Es erschien 2021 und erhielt keine größeren Erweiterungen, die das Kernspiel verändert hätten. Auf dem PC ist es für alle zugänglich, die eine in sich abgeschlossene, geschichtengetriebene Erfahrung mit Platforming-Einlagen und tiefgehender Charakterentwicklung suchen. Besonders Spieler, die deliberate Kämpfe und Builds gegenüber schnellem Action oder Multiplayer bevorzugen, profitieren am meisten von den Systemen.