Dungeons 2 - A Game of Winter erweitert das Dungeon-Management um eine untote Fraktion und kombiniert Strategie, RPG-Elemente und Simulation. Spieler übernehmen die Kontrolle über böse Mächte in einer klassischen Fantasy-Welt, bauen und verteidigen unterirdische Verliese und führen Einheiten gegen eindringende Helden ins Gefecht. Die Erweiterung führt eine neue spielbare Armee ein, die auf Verfall und Wiederbelebung setzt und den Bau spezialisierter Anlagen sowie den Einsatz grotesker Kreaturen in Einzelspieler- und Mehrspielerszenarien ermöglicht.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der Aufbau des Verlieses und die Steuerung der Einheiten. Spieler erweitern ihre Anlage, indem sie Räume für Rohstoffgewinnung, Truppenproduktion und Verteidigung platzieren. Jede Raumart beeinflusst die Effizienz der hirnlosen Armee - etwa Friedhöfe zur Erhebung von Skeletten oder Labore für vampirische Experimente. Die Befehlsgewalt erstreckt sich über 13 verschiedene Untote, darunter hirnfressende Zombies, die Gegner durch Überzahl überwältigen, knochenbrechende Skelette als robuste Fronttruppen und magiebegabte Vampire, die aus der Ferne schwächende Effekte anwenden.
Ressourcenmanagement und die Abwehr von Helden bilden die strategische Ebene. Helden dringen regelmäßig in das Verlies ein, sodass Spieler Expansion und Verteidigung ausbalancieren müssen. Die untote Fraktion setzt auf Zermürbung und Wiederbelebung: Gefallene Einheiten lassen sich wiederverwerten, was einen eigenen Spielstil gegenüber anderen Fraktionen schafft und sorgfältige Raumplanung sowie gezielten Kreatureneinsatz belohnt.
Spielmodi
Der Einzelspielermodus umfasst eine acht Missionen starke Kampagne, die die Geschichte des jungen Barthas Snow von der Nordwacht erzählt. Die Handlung beginnt mit der Suche nach einem vermissten Verwandten jenseits einer großen Mauer und eskaliert, als ein uraltes Übel erwacht. Sprachausgabe und eine eigene Filmmusik begleiten die Szenarien und liefern den Hintergrund für die Übernahme durch die Untoten.
Weitere Modi bieten Sandbox-Karten für offene Bauprojekte ohne Kampagnenvorgaben. Acht neue Karten ermöglichen freies Experimentieren mit allen Räumen und Einheiten. Im Mehrspielermodus treten Spieler direkt gegeneinander an, wobei eine Seite die untote Fraktion führt und die gleichen Bau- und Befehlsmechanismen in direkten Duellen nutzt.
Untote Fraktion und Mechaniken
Die hirnlose Armee führt Mechaniken ein, die auf Verfall, Wiederbelebung und Verderbnis basieren. Neue Räume wie der Friedhof beschleunigen die Wiederbelebung von Einheiten, das Labor ermöglicht fortgeschrittene Kreaturen-Upgrades, und die letzte Ruhestätte dient als Zentrum für mächtige Vampirfürsten. Diese Ergänzungen fügen sich in bestehende Verlies-Systeme ein und schaffen vielschichtige Angriffs- und Verteidigungsstrategien. Spieler müssen den begrenzten Platz effizient nutzen und gleichzeitig gegen immer stärker werdende Heldengruppen bestehen.
Die Vielfalt der Einheiten fördert taktisches Vorgehen: Zombies eignen sich für Nahkampf-Schwärme, Skelette dienen als zuverlässige Fleischschilde, und Vampire bieten Mobilität sowie Schwächungseffekte. Die Platzierung der Räume beeinflusst direkt die Leistung der Einheiten und die Widerstandsfähigkeit des Verlieses, weshalb Layout-Entscheidungen sowohl in der Kampagne als auch in Sandbox-Sitzungen entscheidend sind.
Lohnt sich das Spiel?
Die Erweiterung erhält gemischte Kritiken, wobei 61 Prozent der Bewertungen positiv ausfallen. Die Kampagne bietet strukturierte Fortschritte mit sprachausgegebenen Erzählelementen, während die neue Fraktion und die Räume für Abwechslung sorgen, wenn es um die Verfeinerung von Verlies-Layouts und das Experimentieren mit untoten Synergien geht. Der Mehrspielermodus verlängert die Spielzeit für alle, die an kompetitiven Partien interessiert sind.
Das Spiel richtet sich an Spieler, die strategische Simulation einer actionlastigen Spielweise vorziehen. Wer Freude daran hat, böse Verliese zu verwalten, groteske Armeen zu befehligen und Heldenangriffe abzuwehren, findet in den untoten Ergänzungen eine solide Erweiterung des Grundspiels. Voraussetzung ist der Besitz des Originalspiels Dungeons 2; der Inhalt bleibt auch Jahre nach der Veröffentlichung für Einzel- und Mehrspielersitzungen nutzbar.