Ravenswatch ist ein Top-down-Roguelike-Actionspiel von Passtech Games. Spieler übernehmen die Kontrolle über düster verzerrte Versionen bekannter Märchenhelden und kämpfen gegen die Nightmare-Korruption, die sich in der Welt von Reverie ausbreitet. Das Spiel kombiniert Echtzeitkämpfe mit prozeduraler Erkundung und Charakterentwicklung in Durchläufen von etwa 20 bis 30 Minuten.
Gameplay
Die Kämpfe finden aus der Vogelperspektive statt, bei denen die Helden sich mit einzigartigen Fähigkeiten durch Scharen albtraumhafter Gegner kämpfen. Jeder Held verfügt über eigene Angriffe und Abklingzeiten, die ein bewusstes Ressourcen- und Positionsmanagement erfordern. Während eines Durchlaufs steigen die Charaktere durch Kampf- und Missions-Erfahrung auf und schalten Talent-Modifikatoren frei, die ihre Fähigkeiten verändern und unterschiedliche Builds ermöglichen.
Die prozedural generierten Karten bieten wechselnde Layouts mit verteilten Nebenmissionen, die Erfahrung, Gegenstände und Shards einbringen. Mit fortschreitender Zeit durch Tag- und Nachtzyklen steigt der Druck, bis am Ende ein Bosskampf wartet. Die gesammelten Shards verbessern Talente innerhalb des aktuellen Laufs und erweitern die Anpassungsmöglichkeiten, ohne dass Fortschritte zwischen Durchläufen übernommen werden. Das System belohnt das Ausprobieren verschiedener Helden und Talentkombinationen und verlangt gleichzeitig präzises Spiel - sowohl solo als auch im Team.
Game Modes
Im Mittelpunkt steht der Roguelike-Durchlauf, der allein oder mit bis zu drei weiteren Spielern im Online-Co-op bestritten werden kann. Jede Session führt die Gruppe auf eine zufällig generierte Karte mit Gegnern, Zielen und Geheimnissen. Der Fortschritt bleibt auf den aktuellen Run beschränkt, es gibt keine dauerhafte Charakterentwicklung über mehrere Versuche hinweg. Im Co-op kommt es auf Abstimmung an, da die Helden unterschiedliche Rollen übernehmen. Im Solo-Modus gilt dieselbe Struktur, erfordert jedoch mehr Eigenständigkeit gegenüber den zunehmenden Bedrohungen.
Heroes and Setting
Neun spielbare Helden basieren auf klassischen Sagen und Legenden, die mit düsteren Zügen und individuellen Spielstilen neu interpretiert wurden. Beispiele sind eine werwolfartige Little Red Riding Hood oder ein korrumpierter Sun Wukong. Die Welt von Reverie vereint Elemente verschiedener Volkserzählungen in einem Dark-Fantasy-Stil, in dem bekannte Geschichten unter dem Einfluss des Nightmare verzerrt werden. Die Erkundung offenbart Umgebungsdetails und Gegnertypen, die sich mit jeder prozeduralen Generierung verändern.
Is It Worth Playing?
Ravenswatch bietet ein befriedigendes Kampfsystem und eine starke Heldenvielfalt für alle, die anspruchsvolles Roguelike-Action mit Co-op-Elementen suchen. Nach einer längeren Early-Access-Phase erschien die Vollversion und wird weiterhin durch kostenlose Updates mit neuen Helden und Systemverbesserungen unterstützt. Kritiken loben vor allem das flüssige Kampfgefühl und die stimmungsvolle Art Direction, merken jedoch an, dass das Spiel im Team meist mehr Spaß macht als solo. Das mitgelieferte digitale Artbook umfasst 150 Seiten mit Skizzen, Illustrationen und Hintergrundinformationen zur grafischen Entwicklung und zum narrativen Kontext. Das Spiel richtet sich an Spieler, die eine fokussierte, wiederholbare Erfahrung mit Build-Experimenten und Teamplay suchen, ohne lange Kampagnen oder umfangreiche Story-Elemente. Wer enge Kampfschleifen und märchenhafte Neuinterpretationen schätzt, findet hier einen hohen Wiederspielwert.