A Total War Saga: TROY verbindet strategisches Kampagnenmanagement mit Echtzeit-Schlachten und spielt im Bronzezeitalter während des Trojanischen Kriegs. Spieler übernehmen legendäre Gestalten aus griechischer Mythologie und Geschichte, um den Konflikt in der Ägäis durch Eroberungen, Bündnisse und Ressourcenverwaltung zu beeinflussen.
Gameplay
Im Zentrum steht die Kampagnenkarte, auf der Züge die strategische Ebene vorantreiben. Armeen bewegen sich über eine Nachbildung des bronzezeitlichen Mittelmeers, erobern Siedlungen und erweitern ihren Einfluss. Fünf Ressourcen - Nahrung, Holz, Stein, Gold und Bronze - sind für den Unterhalt von Truppen und den Bau von Gebäuden entscheidend. Fehlt eine davon, wirkt sich das schnell auf die Größe der Armeen oder die Ausbaumöglichkeiten aus.
In den Echtzeit-Schlachten übernehmen Spieler die direkte Kontrolle über Einheiten auf detaillierten Karten. Infanterie bildet das Rückgrat der Kämpfe, unterstützt von Helden mit einzigartigen Fähigkeiten. In manchen Konstellationen lassen sich auch mythologische Einheiten rekrutieren. Agenten wie Priester und Spione erweitern die taktischen Möglichkeiten, indem sie gegnerische Städte stören oder Informationen sammeln. Über die Gunst der Götter entscheidet das System „Göttlicher Wille", das bei guten Beziehungen spürbare Vorteile gewährt.
Im Verlauf der Kampagne steigen Helden im Level auf und schalten neue Fähigkeiten frei. Gleichzeitig gilt es, Diplomatie und Kriegführung auszubalancieren. Das Setting pendelt zwischen historischer Genauigkeit und mythologischen Elementen; Spieler können den Anteil an Fantastik selbst anpassen.
Spielmodi
Drei Kampagnenmodi bieten unterschiedliche Schwerpunkte. Der historische Modus entfernt die meisten übernatürlichen Aspekte, setzt auf realistische Truppenzusammenstellungen und stattet Anführer mit Leibwächtern aus. Göttliche Boni fallen hier nur gering aus.
„Wahrheit hinter dem Mythos" ist der Standardmodus. Er integriert mythologische Einflüsse zurückhaltend, ohne fantastische Kreaturen, und sucht nach plausiblen Erklärungen für die Legenden, ohne die strategische Tiefe zu verlieren.
Der mythologische Modus, später hinzugefügt, erlaubt die Rekrutierung mythischer Bestien und erweitert die Interaktionen mit den Göttern. Multiplayer unterstützt Schlachten und begrenzte Kampagneninhalte für bis zu acht Teilnehmer.
Fraktionen und Helden
Acht spielbare Helden bilden den Kern des Basisspiels und verteilen sich auf die beiden Konfliktparteien. Auf achäischer Seite stehen Achilles von Phthia, Agamemnon von Mykene, Odysseus von Ithaka und Menelaus von Sparta. Auf trojanischer Seite kämpfen Hector, Paris und Aeneas von den Dardanern sowie Sarpedon von Lykien. Jeder bringt eigene Startpositionen, Truppenvorlieben und Handlungsstränge mit.
Erweiterungen haben weitere Fraktionen und Anführer hinzugefügt und damit die Wiederspielbarkeit erhöht. Die Einheitenlisten orientieren sich an bronzezeitlichen Infanterietraditionen mit spezialisierten Varianten. Das Gelände auf der Kampagnenkarte beeinflusst Bewegung und Kampfstärke.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die eine fokussierte Strategieerfahrung mit umfangreicher Kampagnenplanung und detaillierten Schlachten suchen. Das Ressourcensystem und die Agentenmechaniken fördern langfristiges Denken, während Heldenfähigkeiten den Kämpfen Persönlichkeit verleihen. Wer sich für den Trojanischen Krieg oder das Total-War-Prinzip interessiert, findet hier eine in sich geschlossene Geschichte mit mehreren Kampagnenvarianten.
Das Spiel erschien 2020 und erhielt überwiegend positive Kritiken für Atmosphäre und Mechaniken. Es ist als Komplettpaket mit allen Erweiterungen für den PC erhältlich. Wer kontinuierliche Live-Service-Inhalte erwartet, wird feststellen, dass der Supportzyklus abgeschlossen ist. Die Einzelspieler-Kampagnen bieten jedoch ausreichend Tiefe für alle, die Wert auf Wiederspielbarkeit durch unterschiedliche Modi und Anführer legen.