Iratus: Lord of the Dead ist ein taktisches Indie-Rollenspiel, in dem Spieler als Nekromant ein Heer aus Untoten anführen. Das Spiel erschien für den PC und kombiniert strategische Entscheidungen, Ressourcenmanagement und Rogue-like-Elemente in einer düsteren Fantasy-Welt. Die Spieler erschaffen und kommandieren Einheiten aus Überresten gefallener Gegner, bauen ein verborgenes Verlies aus und erforschen verbotenes Wissen, um die Streitkräfte des Guten herauszufordern.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der Aufbau von Dienern aus Körperteilen, die nach Kämpfen gesammelt werden. Diese werden anschließend in rundenbasierten Schlachten eingesetzt. Jedes Trupp besteht aus bis zu vier Einheiten und trifft auf Gegner wie Bergleute, Zwerge und Söldner. Erfolg hängt von guter Positionierung, abgestimmten Fähigkeiten und zwei Schadensarten ab, die sowohl körperliche Gesundheit als auch geistige Stabilität angreifen. Iratus unterstützt seine Truppen mit Zaubern und Effekten, die den Verstand der Feinde schwächen.
Die Erschaffung von Dienern bietet umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten. Jede Einheit wird aus einer Auswahl an Körperteilen zusammengesetzt, die Typ, Werte und Fertigkeiten bestimmen. Insgesamt stehen 19 Varianten zur Verfügung, darunter Skelette, Zombies, Vampire, Mumien und Banshees. Jede Einheit verfügt über sechs eigene Fähigkeiten, was insgesamt fast hundert Optionen ergibt. Zwischen den Kämpfen können Teile ausgetauscht werden, um sich auf neue Bedrohungen einzustellen.
Der Fortschritt geht über die Schlachten hinaus. Das unterirdische Verlies dient als zentrale Basis, in der Ressourcen für Erweiterungen, Ritualforschung und Verbesserungen der Diener genutzt werden. Vier Talentbäume für Iratus - Alchemie, Magie, Zorn und Zerstörung - ermöglichen unterschiedliche Entwicklungswege, die Kampfstil und Ressourceneffizienz beeinflussen. Entscheidungen haben Gewicht, da gefallene Diener nicht zurückkehren und das Spiel nach jeder Aktion automatisch gespeichert wird.
Spielmodi
Das Spiel ist ausschließlich für Einzelspieler konzipiert. Eine Kampagne führt durch verschiedene unterirdische Regionen mit eigenen Gegnergruppen und Umgebungsherausforderungen. Jeder Durchlauf folgt Rogue-like-Prinzipien: verlorene Diener sind endgültig verloren, und nach einem Scheitern wird der Fortschritt zurückgesetzt, während einige Verliesverbesserungen und Forschungen erhalten bleiben.
Mehrere Schwierigkeitsgrade passen sich an unterschiedliche Spielerfahrungen an. Leichtere Einstellungen verringern den Druck auf Ressourcen und Kampfabläufe, während höhere Stufen präzise Truppenzusammenstellungen und die gezielte Ausnutzung von Gegnerschwächen erfordern. Es gibt keine separaten Mehrspieler- oder Wettkampfmodi - sämtlicher Inhalt konzentriert sich auf die alleinige Kampagne gegen die Lebenden.
Verliesausbau und Fortschritt
Der Ausbau des Verlieses erfordert die Verwendung gesammelter Materialien, um neue Räume, Produktionsketten und Forschungsmöglichkeiten freizuschalten. Diese Verbesserungen wirken sich direkt auf die Qualität der Diener, die Verfügbarkeit von Fähigkeiten und die persönliche Stärke von Iratus aus. Geheime Rituale, die während der Erkundung entdeckt werden, bringen dauerhafte Boni, die zukünftige Durchläufe beeinflussen.
Bei der Erkundung zählt sorgfältige Planung. Gänge und Katakomben bergen Begegnungen, die Körperteile, Essenz und Wissen liefern. Der Erfolg hängt davon ab, aggressives Vorstoßen mit defensiver Vorbereitung in Einklang zu bringen, da mit zunehmender Tiefe stärkere Gegner auftreten.
Lohnt sich das Spiel?
Iratus: Lord of the Dead spricht Spieler an, die taktische Rogue-likes mit starkem Fokus auf Anpassung und endgültige Entscheidungen schätzen. Das System zur Zusammenstellung von Untoten und die doppelten Schadensarten sorgen für abwechslungsreiche Kämpfe, die ein gutes Verständnis von Stärken und Schwächen der Einheiten belohnen. Die Sprachausgabe des Protagonisten trägt zur düsteren Atmosphäre bei.
Die Resonanz hebt vor allem die Befriedigung hervor, effektive Untoten-Trupps aufzubauen, sowie die strategische Tiefe der Talentbäume. Einige Spieler bemängeln jedoch Wiederholungen bei längeren Sessions und gelegentliche Unzulänglichkeiten der Benutzeroberfläche. Das Spiel eignet sich besonders für jene, die mit Permanenttod und knappen Ressourcen umgehen können, weniger jedoch für Spieler, die ständig neuen Inhalt oder Mehrspieler-Optionen suchen.
Das fokussierte Einzelspieler-Erlebnis bietet Fans des Genres eine abgeschlossene Kampagne, in der sie die Kräfte der Dunkelheit selbst anführen. Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und die Vielfalt der Einheitenkombinationen sorgen für Wiederspielwert im Rahmen des Rogue-like-Konzepts.